Jahresbericht veröffentlicht Renovabis gibt 28 Millionen für Osteuropa-Projekte

10.05.2019

Das Osteuropa-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, Renovabis, musste 2018 mit weniger Spenden auskommen. Zusätzliche Mittel wurden jedoch von einzelnen Diözesen bereitgestellt.

Hauptgeschäftsführer von Renovabis: Pfarrer Christian Hartl
Hauptgeschäftsführer von Renovabis: Pfarrer Christian Hartl © Renovabis

Freising – Die katholische Solidaritätsaktion Renovabis hat 2018 mit rund 28 Millionen Euro Projekte von Partnern in 29 Ländern in Mittel-, Ost- und Südosteuropa finanziert. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, wie aus dem am Freitag in Freising veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht. Die Summe der Spenden sei um 300.000 Euro auf 6,1 Millionen Euro und die Kollektenerträge um 420.000 Euro auf 4,23 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Dieses Minus sei jedoch unter anderem durch zusätzliche Projektmittel aus einzelnen Diözesen ausgeglichen worden. Die Haushaltssituation sei solide.

Die verfügbaren Mittel für Projekte, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit sowie die Verwaltung sind den Angaben zufolge von 35,61 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 34,6 Millionen Euro gesunken. Renovabis wolle aber auch künftig die Partner bei deren vielfältigem Engagement unterstützen, erklärte Hauptgeschäftsführer Christian Hartl. Um diese Herausforderung zu meistern, brauche es "auch weiterhin die Solidarität der gesamten deutschen Kirche". Auch im Osten Europas gebe es wie hierzulande Säkularisierungstendenzen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 636 Projekte gefördert worden.

Steigerung bei Bilanz der Renovabis-Stiftung

Etwa die Hälfte der eingesetzten Mittel kam Sozial- und Bildungsprojekten zugute. Mehr als ein Drittel sei in kirchlich-pastorale Projekte geflossen. Auch christliche Medienarbeit sowie die Entwicklung von Laienstrukturen und katholische Verbandsarbeit seien gefördert worden. Das Spektrum reiche von Existenzhilfen für Priester und Ordensleute über die Ausbildung von Diakonen und Katecheten bis zu Tageszentren für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Aber auch Alten- und Pflegeheime sowie Ausbildungsstätten, Schulen und Stipendiaten erhielten finanzielle Hilfen.

Eine erfreuliche Steigerung habe es in der Bilanz der Renovabis-Stiftung gegenüber dem Jahr 2017 gegeben. So sei das Vermögen um etwa eine halbe Million Euro auf 6,24 Millionen Euro angestiegen. Darunter falle das reine Stiftungsvermögen von fast 4,46 Millionen Euro, fast 1,8 Millionen Euro Vermögen gebe es bei den Treuhandstiftungen. (kna)

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