Osteuropahilfswerk Renovabis-Pfingstkollekte verzeichnet Minus

24.08.2020

Aufgrund der Coronakrise und der geringen Zahl an Gottesdienstbesuchern sind die Erträge der Renovabis-Pfingstaktion stark zurückgegangen.

Plakat der Renovabis-Pfingstaktion 2020
Plakat der Renovabis-Pfingstaktion 2020 © Renovabis

Freising – Die Corona-Pandemie und die damit stark reduzierten Kirchenbesucherzahlen haben die Einnahmen der Pfingstaktion des Osteuropahilfswerks Renovabis deutlich einbrechen lassen. Nach gegenwärtigem Stand seien bisher nur knapp 700.000 Euro an Kollektengeldern bei der Solidaritätsaktion für Osteuropa eingegangen, teilte Renovabis-Geschäftsführer Markus Ingenlath am Freitag in Freising mit. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum seien es 1,2 Millionen Euro gewesen. Damit fehlten im Durchschnitt aller Erzbistümer und Bistümer in Deutschland rund 40 Prozent.

Viele Online-Spenden

Selbst durch die überdurchschnittliche hohe Spendenbereitschaft an Pfingsten habe dies nicht ausgeglichen werden können, so der Geschäftsführer. Wie beim auch beim Bischöflichen Hilfswerk Misereor sei durch zusätzliche Spendenaufrufe im Print- und Onlinebereich versucht worden, die Verluste mit Online- und Konto-Direktspenden wenigstens teilweise aufzufangen. "Wir haben den Eindruck gewonnen, dass auch uns viele treue Katholikinnen und Katholiken, die auf einen Kirchenbesuch verzichten mussten, uns auf diese Weg unterstützt haben", sagte Ingenlath. Auch neue Interessenten und damit Spender hätten gewonnen werden können. "Beiden Gruppen danken wir sehr!"

Spürbare Auswirkungen

Die fehlenden Einnahmen wirkten sich erheblich aus, heißt es in der Mitteilung. Das Geld fehle spürbar zur Unterstützung der Renovabis-Partner, die in den Ländern Mittel-, Südost- und Osteuropas ihre pastoralen, sozialen und bildungsorientierten Aufgaben vorantreiben wollten. Sie stünden wie anderswo auch vor zusätzlichen Herausforderungen. Ingenlath setzt nach eigenen Worten noch auf die Bilanz zum Jahresende, weil viele Bistümer erst dann die Endabrechnungen vorlegten. Außerdem sei für 6. September von der Deutschen Bischofskonferenz eine eigene Corona-Kollekte angekündigt worden, wo gleichfalls "gute Ergebnisse" erwartet würden. (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Corona - Pandemie

Das könnte Sie auch interessieren

Kardinal Reinhard Marx
© imago images/Sven Simon

Kardinal Marx: Antwort auf Corona ist Solidarität

Kardinal Reinhard Marx hat sich gegen die extremistischen Tendenzen bei den Corona-Demonstrationen gewandt. Zudem bat der Münchner Erzbischof um Spenden bei der anstehenden Corona-Sonderkollekte.

03.09.2020

© mizina - stock.adobe.com

Renovabis gibt 29 Millionen Euro

Das katholische Osteuropahilfswerk hat 2019 Projekte in Osteuropa stärker unterstützen können und auch das Stiftungsvermögen ist gewachsen. Die Prognose für 2020 ist allerdings düster.

27.05.2020

Pfarrer Christian Hartl
© Kiderle

Solidarität über Landesgrenzen hinweg

In 27 Jahren konnte Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen im Osten Europas, mehr als 24.000 Projekte voranbringen. Pfarrer Christian Hartl erzählt im Interview...

19.05.2020

Ein kleiner junge auf den Schultern seines Vaters mit einer Ukraineflagge in der Hand
© Renovabis

Renovabis-Pfingstaktion bangt um Spenden

Die Aktion kann wegen der Corona-Krise nur in kleinem Umfang stattfinden. Doch die Not in der Ukraine ist groß. Seit sechs Jahren herrscht Krieg und nun ist auch noch Corona da.

11.05.2020

Jetzt neu für Rosenheim: Der mk-online Newsletter

Wir informieren Sie über Aktuelles, Gottesdienste, besondere Veranstaltungen und Neues aus Religion und Gesellschaft.
Jetzt abonnieren