Olympiastadt Sotschi Renovabis unterstützt Bedürftige und Katholiken

30.01.2014

Das in Freising ansässige Osteuropa-Hilfswerk Renovabis ist im russischen Sotschi mit verschiedenen Projekten vertreten. Neben dem Bau eines Gotteshauses für die Katholiken in der Stadt hat es auch die Innenausstattung der nichtorthodoxen Olympiakapellen mitfinanziert. Auch der Betrieb einer Apotheke für Bedürftige wird durch Renovabis ermöglicht.

Die Olympische Flamme wird am Freitag, 7. Februar, in Sotschi entzündet (Bild: imago/ITAR-TASS)

Freising – Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken für Mittel- und Osteuropa, ist auch in der russischen Olympiastadt Sotschi präsent. „Wir haben die liturgische Ausstattung der Andachtsräume für die katholischen und protestantischen Gläubigen bei dieser Olympiade übernommen“, sagte Renovabis-Sprecher Burkhard Haneke dem Münchner Kirchenradio. Diese Kapellen seien nicht größer als 14 Quadratmeter, teilweise ohne Fenster und sehr bescheiden. „Immerhin gibt es in allen olympischen Dörfern von Sotschi die Möglichkeit, sich hier zu versammeln, zu meditieren und zu beten“.

Für die russisch-orthodoxen Christen, für Muslime, Juden, und Hindus seien von den Olympia-Organisatoren dagegen großzügige Zentren geschaffen worden, so Haneke. Unabhängig von den Winterspielen hat Renovabis bereits vor vier Jahren ein Gemeindezentrum für die katholische Minderheit in Sotschi finanziert. Auch eine Caritas-Apotheke für Bedürftige in der Schwarzmeerstadt wird über das Hilfswerk mit Spenden unterstützt. Sie dient gleichzeitig als medizinische Anlaufstelle für Menschen in Armut. Zurzeit ist sie laut Haneke allerdings geschlossen. Wegen der vielen Baustellen sei die Apotheke verkehrstechnisch nicht zu erreichen. Zudem hätten die Behörden alle Obdachlosen vor den Spielen aus der Stadt entfernt, „weil sie einfach nicht ins Bild passen“.

Der Renovabis-Sprecher erwartet, dass die Obdachlosen nach den Winterspielen zurückkehren. Möglicherweise werde es durch die zahlreichen zugezogenen Saison-Arbeitskräfte sogar noch mehr entwurzelte Menschen in der 350.000 Einwohner-Metropole geben. Trotz der zuversichtlichen offiziellen Wirtschaftsprognosen für Sotschi geht das Hilfswerk weiter von einer großen Zahl Bedürftiger aus, die auch in Zukunft Unterstützung brauchen: „Das wird uns auch in der topmodernen Olympiastadt noch bleiben“, sagte Haneke. (alb)

Renovabis
Offizielle Internetseite der Winterspiele 2014

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