Titelkirche aus frühchristlicher Zeit Römisches Bauwerk

Kardinal Friedrich Wetter durfte hier vor 25 Jahre die Altarweihe vornehmen: In seiner römischen Titelkirche Santo Stefano Rotondo. Seither hat sich viel getan in dem renovierungsbedürftigen Gotteshaus auf dem Hügel Celio im Osten der Altstadt. Heute ist die frühchristliche Kirche vor allem für deutsche Christen ein Pilgerort.

Bei der Versammlung (von links): Prälat Sebastian Anneser, Andreas und Gottfried Simbeck, Kardinal Friedrich Wetter und Monsignore Thomas Frauenlob (Bild: privat)

München/Rom - Bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde von Santo Stefano Rotondo“ im Priesterseminar wurden Gottfried Simbeck und sein Sohn Monsignore Andreas Simbeck aus ihren Ämtern als Schatzmeister beziehungsweise Zweiter Vorsitzender verabschiedet. Beiratsmitglied Prälat Sebastian Anneser sprach den beiden im Namen des ganzen Vereins Dank aus, was angesichts des jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements der Familie Simbeck für den Freundesverein gleichzeitig einen veritablen Rückblick auf die Geschichte des Vereins bedeutete.

Ohne Zweifel eine Erfolgsgeschichte, trotz mancher Hindernisse, die es zu überwinden galt und zum Teil immer noch gilt. Für die Erhaltung und Renovierung der bedeutenden römischen Kirche aus frühchristlicher Zeit konnte der Verein im Lauf der Jahre über zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen – dabei bewährte sich vor allem die Grundsatzentscheidung des Vereins, sich nicht so sehr an den Fachdiskussionen der Restauratoren und Kunsthistoriker zu beteiligen, als sich vielmehr auf die Wiederherstellung des gottesdienstlichen Raums zu konzentrieren.

Auch Kardinal Friedrich Wetter, der vor 25 Jahren die Altarweihe in seiner Titelkirche vornehmen durfte, schloss sich dem Dank an und erzählte, wie er als junger Germaniker kurz nach dem Krieg in Rom die Kirche erlebt hatte und dann mit großer Freude die positive Entwicklung von Santo Stefano verfolgen konnte.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass Santo Stefano Rotondo heute wieder als Kirche genutzt werden kann und den zahlreichen Pilgern vornehmlich deutscher Sprache die würdevolle Feier von Gottesdiensten ermöglicht. Neue Vereins-Mitglieder und Unterstützer sind jederzeit herzlich willkommen. (th)


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