Barmherzige Schwestern Rosa Maria Dick neue Generaloberin

10.10.2016

Die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul haben eine neue Generaloberin: Rosa Maria Dick. Zur Kongregation gehört einer der bekanntesten Getränkehersteller Bayerns.

Der Generalrat der Barmherzigen Schwestern mit der neuen Generaloberin Rosa Maria Dick in der Mitte. Links daneben ihre Vorgängerin Schwester Theodolinde. © Barmherzige Schwestern

München – Schwester Rosa Maria Dick (62) ist neue Generaloberin der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul. Das Generalkapitel der Kongregation wählte sie in München zur Nachfolgerin von Schwester Theodolinde Mehltretter, die dieses Amt zwölf Jahre innehatte. Der in Oberbayern tätigen Gemeinschaft gehören nach eigenen Angaben derzeit 233 Schwestern an.

Die Barmherzigen Schwestern unterhalten zwei Kliniken, sechs Alten- und Pflegeheimen sowie eine Berufsfachschule für Krankenpflege. Seit 1907 gehören ihnen auch die "Adelholzener Alpenquellen". In ihren Betrieben beschäftigt die Kongregation mehr als 1.300 weltliche Mitarbeiter.

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Porträt Schwester Theodolinde

Radiobeitrag zum 70. Geburtstag von Schwester Theodolinde im Februar 2016.

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Schwester Theodolinde Mehltretter war zwölf Jahre lang Generaloberin der Barmherzigen Schwestern. © Kiderle

Gelernte Krankenpflegerin

Die neue Generaloberin stammt aus Reichertshausen im Landkreis Pfaffenhofen und trat 1975 bei den Barmherzigen Schwestern ein. Wie die meisten ihrer Mitschwestern ist sie Krankenpflegerin und arbeitete auch mehrere Jahre in diesem Beruf. Als Beauftragte für die Fort- und Weiterbildung der Schwestern und weltlichen Beschäftigten der Kongregation seien ihr spirituelle Angebote stets ein besonderes Anliegen gewesen, erklärte ein Sprecher am Freitag.

Seit 1988 leitete Schwester Rosa das Haus Mechtild in der Münchner Innenstadt. Die Einrichtung ist für Angehörige und Patientinnen offen, die sich in München einer medizinischen Behandlung unterziehen. Am Wochenende werden Obdachlose mit warmen Mahlzeiten bewirtet. (KNA)

Die Barmherzigen Schwestern in München gehen auf ältere Gründungen in Frankreich zurück. 1832 holte sie König Ludwig I. aus Straßburg nach Bayern, wo sie rasch wuchs. 1848 gab es bereits 16 Niederlassungen im damaligen Königreich. Von München aus erfolgten mehrere Neugründungen in Österreich. Bevorzugt wirkten die Ordensfrauen in der Alten- und Krankenpflege. Außerdem kümmerten sie sich um Arme und Kinder.
Ihren zahlenmäßigen Höchststand erreichte der Orden 1939 mit mehr als 2.800 Mitgliedern. 1964 bekamen die Barmherzigen Schwestern eine neue Ordenstracht. Die "Flügelhaube" als langjähriges Erkennungszeichen wurde durch eine schlichte Kopfbedeckung ersetzt. (KNA)


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