KIrchensanierung Sanierte Auer Pfarrkirche wird wiedereröffnet

18.05.2018

Zweieinhalb Jahre war die Pfarrkirche St. Martin in Au bei Bad Aibling zur Sanierung geschlossen. Am Pfingstsonntag wird sie mit einem feierlichen Gottesdienst wiedereröffnet.

Nach mehr als einem halben Jahrhundert ist die Pfarrkirche St. Martin in Au bei Bad Aibling aufwendig saniert worden. © Schlecker

Au – Rundherum erneuert. Die Pfarrkirche St. Martin in Au bei Bad Aibling wurde aufwendig saniert und erstrahlt in neuem Glanz. Die Kosten betragen rund fünf Millionen Euro, 92 Prozent davon schultert die Erzdiözese. Pünktlich zur Wiedereröffnung am Pfingstsonntag, 20. Mai, finden die Arbeiten ihren Abschluss und die Gemeinde kann ihre Kirche nach zweieinhalb Jahren wieder in Besitz nehmen.

Die Auer Kirche St. Martin blickt auf eine lange Geschichte zurück. Erste Aufzeichnungen stammen aus dem Jahr 1150. In ihrer heutigen Form wurde sie 1706 von Baumeister Abraham Millauer nach einem Entwurf des Architekten Wolfgang Dientzenhofer im Stil des Barocks erbaut. Das farbenprächtige Deckengemälde wurde 1864 von dem Münchner Maler Thomas Guggenberger geschaffen.

Letzte große Sanierung vor mehr als fünfzig Jahren

Die letzte große Sanierung fand vor mehr als fünfzig Jahren statt. „Da musste jetzt wieder dringend etwas geschehen“, betont Kirchenpfleger Marinus Astner. Elf Jahre lang hat er sich dafür stark gemacht. 2015 fiel die Entscheidung und im Januar 2016 begannen die Arbeiten am Dachstuhl. Dieser war durch Fäulnis und Schädlinge stark in Mitleidenschaft gezogen.

In der zweiten Etappe wurden Heizung, elektrische Anlagen sowie die Wasser- und Abwasserinstallation erneuert. Danach ging es an die restauratorische Ausgestaltung der Raumschale, die Neuordnung der liturgischen Orte und der Neuausstattung der Sakristei. Ausgewechselt wurden auch die Kirchenbänke. Sie wurden nach alten Fotos gebaut, um so dem Urzustand der Kirche wieder näher zu kommen. Das Deckengemälde wurde von Schmutz befreit, ausgebessert und die Farben wurden aufgefrischt. Der Volksaltar bekam zuletzt noch einen weniger wuchtigen und hochwertigeren Sockel und dazu passend wurde ein neuer Ambo angefertigt. Kirchenpfleger Marinus Astner ist von dem neuen Gesamtbild begeistert. „Alles wirkt viel heller und freundlicher.“

Sich vom Endergebnis überraschen lassen

Während der Sanierungsarbeiten wurden die Gottesdienste in die Taxakapelle Mariä Heimsuchung und in die Filialkirche in Lippertskirchen verlegt. In der Pfarrkirche St. Martin fanden während der Sanierungsphase zwei öffentliche Baustellenbesichtigungen statt. „Das Interesse daran war groß. Aber es gibt in unserer Gemeinde auch viele, die nicht daran teilnahmen, weil sie sich vom Endergebnis überraschen lassen wollten,“ erzählt Astner. Dementsprechend groß ist die Vorfreude auf die Wiedereröffnung am Pfingstsonntag.

Der finanzielle Eigenanteil der Gemeinde beträgt 452.000 Euro. 30.000 Euro fehlen derzeit noch. Kirchenpfleger Astner ist zuversichtlich, dass die Restsumme durch Spenden und andere Aktionen aufgebracht werden kann. Danach wird in Au für die Erfüllung eines weiteren Wunsches gespart: für eine neue Orgel. (Karin Wunsam)

Am Pfingstsonntag, 20. Mai, feiert Pfarrer Ernst Kögler um 10 Uhr den Gottesdienst zur Wiedereröffnung der Pfarrkirche St. Martin in Au bei Bad Aibling. Für die musikalische Gestaltung sorgt ein eigens für diesen Tag zusammengestellter Projektchor. Nach dem Gottesdienst geht es im Festzug zum Festzelt.


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