Hebertshausen im Landkreis Dachau Sankt Georg in neuem Licht

30.09.2020

Seit 2017 wurde die Georgskirche in Hebertshausen aufwändig renoviert. Wie die Kirche nun in neuem Glanz erstrahlt, lesen Sie hier.

Der renovierte Innenraum von Sankt Georg
Der renovierte Innenraum von Sankt Georg © EOM/Achim Bunz

Hebertshausen – Mit der Weihe des neuen Altars der alten Georgskirche in Hebertshausen (Dekanat Dachau) durch Weihbischof Bernhard Haßlberger am Sonntag, 4. Oktober, findet die umfassende Sanierung von Kirche, Friedhof, Aussegnungshalle und Kalvarienberg ihren Abschluss. Das auf Basis einer hochmittelalterlichen Burgkapelle errichtete Gotteshaus – Reste dieses Bauwerks samt zugehörigen Malereien haben sich in der südlichen Langhauswand erhalten – war seit 2017 einer Gesamtrenovierung unterzogen worden.

In den Jahrzehnten davor hatte die Verlagerung des pfarrlichen Lebens hin zur 1960/61 neu gebauten Pfarrkirche unterhalb der Anhöhe dazu geführt, dass die alte Georgskirche baulich vernachlässigt wurde. Nach der umfassenden Sanierung erstrahlt die Kirche, die sich bis heute in beeindruckendem Maß ihr mittelalterliches Gepräge erhalten hat, in neuem Glanz.

Rubinrotes Glas

Als Ersatz für die nicht mehr rekonstruierbare Farbfassung des Innenraums war von Beginn an eine künstlerische Neugestaltung der Fenster geplant, für die der renommierte Maler Jerry Zeniuk gewonnen werden konnte. Eine zentrale Bedeutung für die Raumkonzeption kommt dabei dem vom Goldstaub gefärbten, rubinroten Glas der Ewiglicht-Ampel im reinweißen Chor zu. Es verweist auf die Präsenz Gottes im wiederhergestellten Sakramentshaus in der nördlichen Chorwand, würdigt den mächtigen mittelalterlichen Altarstein und gibt dem Blick des Kirchenbesuchers Richtung und Halt.

Altar und Ambo sind aus französischem Sandstein gearbeitet. Dem in der Großform kubischen Altar ist im Grundriss ein Kreis eingeschrieben, der kreuzförmig geteilt ist. Die Durchdringung von Quadrat, Kreis und Kreuz steht – wie schon in mittelalterlicher Zeit – symbolisch für die Verbindung von Erde und Himmel im Erlösungswerk Christi. Der Ambo wiederholt die Formgebung des Altars in gestreckter Weise und unterstreicht die Zusammengehörigkeit von Wort- und Mahlfeier. (uq)


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