Adventsmarkt in Kloster Beuerberg Schönes aus Schwesternhänden

26.11.2019

Am ersten Adventswochenende öffnet das ehemalige Kloster Beuerberg noch einmal vor der Winterpause seine Pforten.

Beuerberg - Kinder, die noch ihren Brief ans Christkind schreiben müssen, sind am ersten Adventswochenende in Kloster Beuerberg bestens aufgehoben. Dort ist eine eigene Schönschreibwerkstatt eingerichtet, in der Buben und Mädchen das Christkind kalligraphisch beeindrucken können. Wer lieber eine Mini-Krippe bastelt oder Walnüsse vergoldet, findet im ehemaligen Schwesternchor Fachleute, die ihm dabei helfen. Und bei wem sich zwischendurch der Hunger meldet, der kann sich im Refektorium, dem ehemaligen Speisesaal stärken. In Kloster Beuerberg haben bis vor einigen Jahren Salesianerinnen gelebt. Seit ihrem Auszug ist in den Gebäuden kaum etwas verändert worden, damit ihr streng zurückgezogenes Leben im Kloster für die Öffentlichkeit anschaulich bleibt. Das Diözesanmuseum Freising hat die Anlage übernommen und nutzt sie für Ausstellungen, kulturelle und spirituelle Programme oder jetzt zum ersten Mal für einen Adventsmarkt.

Christoph Kürzeder freut sich auf Beuerberg und verspricht einen "der schönsten Adventsmärkte in Bayern". © Bierl/SMB

Doch auch am 30. November und 01. Dezember haben Direktor Christoph Kürzeder und seine Mitarbeiter eine kleine Ausstellung integriert: „Wir zeigen an verschiedene Stellen, wie die Schwestern die Zeit des Wartens und natürlich auch das Weihnachtsfest selbst gefeiert haben.“ So war es Brauch, ein kleines Bild der Heiligen Familie auf Herbergssuche von Zelle zu Zelle zu tragen. Jeden Tag im Advent übergab eine Schwester der nächsten dieses Bild und legte auch ein kleines Geschenk dazu. Vieles war natürlich handgemacht. Christoph Kürzeder hat das auf die Idee gebracht, verschiedenen Frauenklöster vorzuschlagen, selbst hergestellten Waren auf dem Adventsmarkt zu verkaufen: „Wir haben zum Beispiel individuell hergestellten Christbaumschmuck aus Schwesternhänden, aber es ist auch eifrig gestickt, gehäkelt und gestrickt worden.“ Das lässt sich an vielen Ständen ebenso erwerben, wie im Beuerberger Klosterkeller gereifter Käse, Wild oder Fisch aus der Region. Das Diözesanmuseum hat zahlreiche Vereine, Betriebe und Initiativen aus der näheren Umgebung beteiligt, die ihre Erzeugnisse anbieten. „Das ganze Dorf macht mit“, so Kürzeder. Darum treten auch die Beuerberger Blasmusik, Chöre und Musikgruppen auf und zahlreiche Einheimische führen samstags und sonntags ab 11.30 Uhr halbstündlich durch das Kloster. Richtig stimmungsvoll und besinnlich wird´s dann am Sonntag zum Abschied des Wochenendes: In der Marienkirche geben Gruppen aus dem Oberland ein vorweihnachtliches Konzert. „Es wird sicher einer der schönsten Adventsmärkte in Bayern“, verspricht Christoph Kürzeder. Und mit etwas Glück ist dabei im Hintergrund die Alpenkette zu sehen oder es schneit, so wie auf dem Plakat, das zum Beuerberger Adventsmarkt einlädt, der am 30. November und 01. Dezember jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist.

Der Autor
Alois Bierl
Chefreporter Sankt Michaelsbund
a.bierl@st-michaelsbund.de

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Advent & Weihnachten

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