Erzbischöfliche Mädchenrealschule Schülerinnen schreiben eigenen Roman

27.02.2019

Realschülerinnen aus München haben einen fiktiven Roman zur seligen Theresia Gerhardinger verfasst. Um was es in der Geschichte geht, lesen Sie hier.

Insgesamt 24 Schülerinnen der 8a der Erzbischöflichen Theresia-Gerhardinger-Mädchenrealschule haben an dem Roman mitgeschrieben.
Insgesamt 24 Schülerinnen der 8a der Erzbischöflichen Theresia-Gerhardinger-Mädchenrealschule haben an dem Roman mitgeschrieben. © Braun

München – Die Schülerinnen sind überglücklich. Das Sammeln von Ideen, das Erstellen eines Plots, eines roten Fadens, das Recherchieren von historischen Fakten, das Schreiben in kleinen Teams an den acht Kapiteln, das Einarbeiten von Korrekturen und das Entwerfen eines eigenen Buchcovers, all das hat sich mehr als gelohnt. Endlich halten sie stolz ihren eigenen Roman in den Händen.

Im Oktober vergangenen Jahres hatten die 24 Schülerinnen der 8a der Erzbischöflichen Theresia-Gerhardinger-Mädchenrealschule am Mariahilfplatz mit dem Projekt „Buch macht Schule“ begonnen. Nun steht nur noch die letzte Hürde an, die Pressekonferenz, die die Jugendlichen mit Pressemappe, Namensschildern und Buffet vorbereitet haben. Selbstbewusst stehen ein paar der Autorinnen zusammen mit der Schulleiterin, den zwei betreuenden Lehrerinnen, der Projektleiterin und dem Verleger Journalisten und geladenen Gästen Rede und Antwort. Zu dem Titel „Nur ein einziger Strich. Gestern, heute – und für alle Zeit?“ möchten sie jedoch nicht zu viel verraten, der soll die Leser ja schließlich ins Buch locken.

Zeitreise ins Jahr 1845

Dieses handelt von der 13-jährigen Lena, die überraschend aus ihrem Schulalltag in ihrem Stadtteil Au in das Jahr 1845 gelangt. Sie lernt dort einen 14-jährigen Buben kennen, in den sie sich verliebt. Schon mit seinen jungen Jahren arbeitet er als Tagelöhner. Er berichtet Lena, was es neben der Chance auf Bildung für die Familie bedeutet, dass seine Schwester die neu gegründete Mädchenschule der Theresia Gerhardinger besucht: „Von dem Moment an, als sie auf diese Schule gehen durfte, ging es bei uns bergauf. Meine Schwester wurde sogar nachmittags in der Suppenküche mit Essen versorgt, so dass sie abends nicht mehr so hungrig nach Hause kam, und wir anderen somit mehr zu essen bekamen.“

Neben der Recherche zu den Lebensumständen der Menschen und den Fragen, welche Gebäude standen schon damals und wie sahen sie aus, befassten sich die Schülerinnen für den Roman ausführlich mit ihrer Schulgründerin. Helena Lang erläutert, was sie an ihr besonders schätzt: „Ihren Einsatz für Frauen fanden nicht alle gut, trotzdem hat sie es durchgezogen. Wir sollten uns alle ein kleines Beispiel an ihr nehmen, dass man seine Träume verfolgen sollte.“

Ideenreiche Mädchenklasse

Für die Projektleiterin Carola Kupfer, ist dieses 27. Buch der Schülerromanreihe, ein ganz besonderes. Denn zum ersten Mal betreute sie eine reine Mädchenklasse, und war begeistert von dem „wertschätzenden Umgang miteinander“. Finanziell möglich gemacht wurde das Projekt durch den Förderverein der Schule. Eine Hilfe stellte auch der Verein „Freunde der Vorstadt Au“ dar, der den Schülerinnen beim Klären des historischen Backgrounds zur Seite stand. Auch die Lehrerinnen Julia Maisch und Esther Bernhard sind voll des Lobes. Es fallen Begriffe wie „großer Ideenreichtum“, „Disziplin“ und „teamfähig ohne Ende“.

Wenn die Schulgründerin, die selige Theresia Gerhardinger (1797 – 1897), eine Reise in das Jahr 2019 machen könnte, wäre sie bestimmt begeistert von den Schülerinnen der Zukunft. (Karola Braun)

Weitere Informationen über das Projekt allgemein finden Sie hier.

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