München Marathon Schwitzen für den guten Zweck

06.10.2017

Am Sonntag quälen sich wieder über 20.000 Läufer etliche Kilometer beim München Marathon durch die Hauptstadt Bayerns: 42 Kilometer durch den Olympiapark, den Englischen Garten, über die Leopoldstraße und wieder zurück. Mit dabei sind auch dieses Jahr wieder die Jesuiten.

Die Jesuiten laufen beim München Marathon für einen guten Zweck.
Die Jesuiten laufen beim München Marathon für einen guten Zweck. © fotolia/pavel1964

München – Zum zweiten Mal laufen die Jesuiten wieder beim München Marathon für die gute Sache mit. 16 Jesuiten und Freunde des Ordens treten zum Teil einzeln und zum Teil als Gruppe an, die über 42 Kilometer zu meistern. Einer, der das versucht, ist der junge Jesuit Pascal Meyer. Normalerweise läuft der junge Jesuit alleine oder mit Freunden im Englischen Garten. Doch beim München Marathon läuft er wegen dem guten Zweck mit. „Wir Jesuiten haben uns dazu entschlossen, dass wir auf unser Projekt „Mercy in Motion“ aufmerksam machen wollen,“ sagt Meyer.

Bildung bewegt – auch die Jesuiten

„Mercy in Motion“ ist eine Spendenkampagne des internationalen Flüchtlingsdienstes der Jesuiten (JRS). Die bestehenden Bildungsprogramme sollen so ausgeweitet werden, dass Flüchtlinge mit Schul- und Ausbildungsplätzen versorgt sind. An den Schul- und Bildungsprogrammen des JRS nehmen heute bereits mehr als 140.000 Flüchtlingskinder und -jugendliche teil. „Es geht darum, dass wir hunderttausend Kindern und Jugendlichen, die in irgendwelchen Flüchtlingslagern vor allem in Afrika und im Nahen Osten oder Fernost-Asien festsitzen, eine Bildungsmöglichkeit bieten, um ihnen einen Horizont und eine Perspektive zu bieten.“erklärt Meyer seine Motivation für den Marathon. Wir wollen ihnen zeigen,dass wir sie nicht vergessen haben.

Letzte Vorbereitungen

In der letzten Woche vor dem Marathon will Meyer noch zwei oder drei Mal trainieren und sonst seine Muskeln entspannen, damit die am Sonntag einsatzbereit sind. Als Gruppe werden alle 16 Läufer sich vor dem Marathon noch einmal treffen, für ein gutes Rennen beten, um dann durchzustarten für „Mercy in Motion“. Das gesamte Team wird mit den Laufshirts der Jesuiten mit dem „IHS“ Logo laufen und somit erkennbar sein. Der Provinzial der Jesuiten, Pater Johannes Siebner, ruft in einem Video dazu auf, seine Mitbrüder und ihre Aktion zu unterstützen. Sei es mit einer Spende oder am Straßenrand.

Marathon und Gottesdienst

Für Zuschauer und Angehörige der Läufer des Münchenmarathons hat das Münchner Erzbistums eine eigene Kirchen- und Gottesdienste-Website eingerichtet. Da findet sich ein Stadtplan mit dem Streckenverlauf und den Kirchen entlang der 42 Kilometer lange Runde durch die City. Dabei sind auch die Zeiten der Gottesdienste und Gebete vom Sonntag vermerkt. „Wir wissen, dass unter den Zuschauen auch etliche nicht nur vier oder fünf Stunden an der Strecke stehen wollen, sondern durchaus auch Interesse an dem Besuch einer Messe haben. Wer regelmäßiger Kirchgänger und Marathon-Fan ist, bekommt so beides gut unter einen Hut“, merkt Georg Walser an, der als Webmaster des Erzbistums diese Seite initiiert hat. Die Umsetzung ist eine gemeinsame Sache der Abteilung Informationssystem im Erzbischöflichen Ordinariat und der Gottesdienstzeiten, die im Sankt Michaelsbund normalerweise in der Münchner Kirchenzeitung abgedruckt werden.


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