Das Glück Gott anvertrauen Segen ist nichts Magisches

25.05.2018

Segnen darf und kann jeder Christ! Mit dem Segen wird dem anderen alles erdenkliche Gute zugesagt. Wann haben Sie zuletzt jemanden gesegnet?

Jeder Christ kann und darf segnen.
Jeder Christ kann und darf segnen. © AdobeStock/vadim kozlovsky

Wann haben Sie das letzte Mal jemanden gesegnet? Sie wissen es nicht? – Vielleicht ist die Frage andersrum leichter zu beantworten: Wann wurden Sie das letzte Mal gesegnet? – Wahrscheinlich war das am Ende Ihres letzten Gottesdienstbesuchs. Dort sind wir es gewohnt: Der Priester erhebt die Hände, um Gottes Segen auf uns herabzurufen, oder eine Seelsorgerin erbittet für uns alle Gottes Segen.

Aber das Segnen ist nicht auf den Gottesdienst beschränkt, und auch nicht auf die Seelsorgerinnen und Seelsorger. Segnen darf und kann jeder Christ! Denn Segen ist ein Glückwunsch, in den wir Gott mit einbeziehen. Segen heißt nichts anderes, als dass wir dem anderen alles erdenklich Gute zusagen: Schutz, Glück, Gesundheit, Heil, … und dazu Gott anrufen. Denn wir sind uns bewusst, dass letztlich all dieses Heil von ihm kommt. Und einander dieses Heil zu wünschen, das ist uns allen möglich und erlaubt.

Segen ist eine Glaubensaussage

Segen ist nichts Magisches. Ein Segen ist eine Glaubensaussage; nämlich die, dass wir alle unser Heil und Glück Gott anvertrauen und dabei auf seine Gegenwart und Begleitung vertrauen. Wenn wir Dinge segnen, wie zum Beispiel Autos oder Geschenke zur Erstkommunion, Kreuze, Heiligenbilder und so weiter, geht es dabei nie um den Gegenstand an sich, sondern immer um unseren Umgang damit, letztlich um unser Heil als Menschen, denen diese Dinge zum Leben helfen sollen.

Susanne Deininger ist Pastoralreferentin.
Susanne Deininger ist Pastoralreferentin. © privat

Zeichen wie das Besprengen mit Weihwasser und das Kreuzzeichen, das darüber geschlagen wird, sind dabei keine magischen Zaubermittel, sondern sinnlich wahrnehmbare Symbole für das Leben und Heil, das Gott uns schenken will.

Segnen Sie doch mal wieder! Zum Beispiel ihre Kinder oder Enkel mit einem kleinen Weihwasserkreuzerl auf die Stirn und dem Zuspruch: „Gott segne dich! Er beschütze und begleite dich auf allen Wegen!“ – Oder ihren Mann, wenn er auf Dienstreise geht, oder … oder … oder … Segen kann man nie genug bekommen! (Susanne Deininger, Pastoralreferentin im Pfarrverband Dachau-St. Jakob)


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