Sinnsuche im Urlaub

27.07.2016

Abseits des Alltags können die großen Fragen des Lebens aufbrechen. Orientierung und Inspiration dafür bieten die neuen "Tölzer VitalOrte". Die Tourismusseelsorger verknüpfen damit große Hoffnungen.

Der Kalvarienberg ist einer von vier "VitalOrten". (Bild: imago)

Bad Tölz – „Was sucht der Mensch immer mehr? Ruhe und Besinnung.“ Das sagte der zweite Bürgermeister Andreas Wiedemann bei der Eröffnung der „Tölzer VitalOrte“. Dies sind vier besondere Orte, die die Stadt in Zusammenarbeit mit der Tourismusseelsorge gekennzeichnet hat. Auf dem Kalvarienberg, im Rosengarten, am Isarsteg und im Gabriel-von-Seidl-Kurpark bekommt der Besucher jetzt Inspiration für ein bewusstes Erleben. „Der Gast soll merken, dass er an einem gesunden Ort ist“, erklärte Tourismusdirektorin Brita Hohenreiter das Konzept. Sie bedankte sich bei der Erzdiözese, die die „VitalOrte“ als besonders innovativ bewertet und daher als pastorales Projekt fördert.

An jedem Ort könne man sich mit dessen Geschichte, dessen symbolischem Gehalt, aber auch dessen aktueller Bedeutung für das persönliche Leben auseinandersetzen. Dazu gibt es neben einem Handzettel einen Audioguide, der vom Sankt Michaelsbund produziert wurde. Dieser bietet für jeden Ort zusätzlich eine geführte Meditation an. Ein Beispiel gab Herbert Konrad, Pastoralreferent für die Tourismusseelsorge Bad Tölz, in Bezug auf den Rosengarten: „Die Rose zeigt, dass jeder Mensch schön ist und blühen darf, ohne eine Leistung erbringen zu müssen.“

Robert Hintereder, Leiter des Fachbereichs Tourismus und Sport im Ordinariat, ergänzte, es müsse Orte geben, an denen Menschen sich die Grundfragen des Lebens stellen und sich selbst und Gott nahe sein könnten. Hintereder wünschte den „VitalOrten“, das zu ermöglichen. Konrad zufolge zeigen Erhebungen, dass gerade im Urlaub die Frage nach dem Sinn des Lebens aufbreche, weil sie im Alltag zu kurz komme. Der katholische und der evangelische Pfarrer von Bad Tölz, Peter Demmelmair und Urs Espeel, spendeten den „VitalOrten“ den kirchlichen Segen. (Theresia Lipp)

Nähere Informationen gibt es auf der Homepage. Dort kann auch der Audioguide abgerufen werden. Alternativ verleiht die Touristeninformation kostenlos Abspielgeräte.


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