Tipps für den Kripperlabbau So packen Sie die Krippe richtig ein

07.01.2019

Die Heiligen Drei Könige sind vorbei, der Christbaum fängt das nadeln an und für viele heißt es schon jetzt: raus mit Weihnachtsdeko und Kripperl. Beim Abbau gibt es aber einiges zu beachten.

Wohin mit der Krippe?
Wohin mit der Krippe? © SMB/sschmid

Gröbenzell – Was vor wenigen Wochen mit Begeisterung aufgestellt wurde, nervt viele jetzt. Der Christbaum beginnt zu nadeln und das Kripperl nimmt viel Platz im Wohnzimmer weg. Obwohl beides auch bis Lichtmess am 2. Februar stehen darf, wollen vieles es jetzt schon los werden. Aber beim Einpacken des Kripperl gibt es einiges zu beachten. Eine Reinigung brauchen Krippenfiguren nicht. „Das versteht sich eigentlich von selbst“, sagt Hozbildhauer Michael Jaumann von der Holzbildhauerei Kreutz in Gröbenzell, „aber es kamen durchaus schon Menschen in den Laden, die Maria und Josef in die Spülmaschine gestellt hatten und sich wunderten, dass die Farbe abgeht.“

Die Figuren wickelt man vorsichtig und locker in Seidenpapier. „Am besten nimmt man das jedes Jahr immer wieder her, weil es immer weicher wird“, rät der Experte.. Tatsächlich verlieren mehr Figuren beim Ein- und Auspacke einen Fuß oder die Hand als wenn sie in der Krippe stehen – selbst wenn Kinder sie bespielen. Deshalb rentiere es sich, sich beim Einpacken wirklich Zeit zu lassen.

Das ganze Jahr über auf der Suche nach Utensilien

Luft braucht auch der Stall. „Viele stellen sie in große Kisten oder Truhen, da ist es aber oft nicht luftig genug und es kann leicht Schimmel entstehen“, erklärt der Experte, besser sei es ihn in ein Regal zu stellen und nur leicht abzudecken. Dachboden oder Keller sei dabei egal, so es trocken sei. Die Umgebungstemperatur spiele nämlich keine große Rolle. Die Krippe toleriere Wärme und Kälte gut, so es nicht zu extrem sei.

Auch das Moos sollte in einem Karton gelagert werden. „Es kann jedes Jahr wiederverwendet werden, denn eigentlich wird es immer schöner, man kann es jedoch farblich ein bisschen besprühen, wenn es zu sehr ausgeblichen ist“, erklärt Michael Jaumann.

Trotzdem heißt es schon jetzt „Nach der Krippensaison“ ist „vor der Krippensaison“ - ein echter Kripperlbauer ist das ganze Jahr über auf der Suche nach Utensilien und Ausstattung für sein Kripperl. Und es lohnt sich schon jetzt bei Spaziergängen Ausschau nach der Ausstattung fürs nächstes Jahr zu schauen. Kleine Äste, Zapfen, Steine – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und wer gut vorsorgt hat nächstes Jahr einen entspannten Dezember.

Die Autorin
Stefanie Schmid
Radio-Redaktion
s.schmid@st-michaelsbund.de


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