Caritassonntag Sozial braucht digital

30.09.2019

Zum Start der Caritas-Herbstsammlung zelebrierte Kardinal Reinhard Marx den Auftaktgottesdienst in der Münchner Herz-Jesu-Kirche. Damit beginnt die traditionelle Haus- und Kirchensammlung, mit der die soziale Arbeit des Verbandes unterstützt wird.

Kardinal Marx feiert den Auftaktgottesdienst zur Herbstaktion der Caritas.
Kardinal Marx feiert den Auftaktgottesdienst zur Herbstaktion der Caritas. © Kiderle

München – „Wenn der Lehre die Liebe fehlt, ist die Lehre bedeutungslos,“ sprach Kardinal Reinhard Marx am Sonntag beim diözesanweiten Auftaktgottesdienst in der Münchner Herz Jesu Kirche, mit dem die Caritas-Herbstsammlung 2019 offiziell startet. Mit Marx zelebrierten Caritaspräses Augustinus Bauer und Pfarrer Robert Hof. Haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende der Caritas München-Mitte gestalteten die Messe mit.

Digital braucht sozial

Im Zentrum des Caritassonntags steht die Caritas-Jahreskampagne „Sozial braucht digital“. Die digitale Transformation weckt nicht nur Optimismus, sondern auch Sorgen. Beide Perspektiven haben ihre Berechtigung. „Wer aber bei den Risiken stehen bleibt, ohne über Lösungen nachzudenken, blendet die Chancen der Digitalisierung aus“, betont Diözesan-Caritasdirektor Georg Falterbaum. „Wir wollen nicht stehen bleiben, sondern den digitalen Wandel aktiv mitgestalten.“

Die digitale Entwicklung brauche auch die soziale Komponente: Es müsse sichergestellt sein, „dass keiner ausgegrenzt wird – weder diejenigen, die keinen Zugang zu digitalen Medien haben, noch diejenigen, die dem digitalen Wandel nicht gewachsen sind“, unterstreicht der Caritasdirektor. „In diesem Sinne drehen wir das Motto der Kampagne auch um: Digital braucht sozial.“

Digitalisierung und Teilhabe

Im Anschluss an den Gottesdienst waren im Pfarrsaal von Herz Jesu haupt- und ehrenamtlich tätige Caritas-Mitarbeitende sowie Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft zu einem Empfang mit Kardinal Marx, Caritasdirektor Falterbaum sowie Caritaspräses Bauer eingeladen. Bei der Gesprächsrunde zum Thema „Digitalisierung und Teilhabe“, diskutierten Kardinal Marx, Caritaspräses Bauer, der Leiter der Caritas München-Mitte Willibald Strobel-Wintergerst und Uta König, Journalistin und ehrenamtliche Mitarbeiterin der Caritas im Alten- und Service-Zentrum Neuhausen, unter anderem darüber, wie wir in Zeiten des digitalen Wandels die gesellschaftliche Teilhabe auch für jene Menschen sicherstellen, die keinen digitalen Zugang haben.

So funktioniert die Caritas-Herbstsammlung

Haus-, Straßen- und Briefsammlung finden diözesanweit vom 30. September bis 6. Oktober 2019 statt. Wo sich keine Freiwilligen zum Sammeln finden, werden Spendenbriefe im Auftrag der Pfarrei in die Briefkästen geworfen. Auch hier engagieren sich viele Ehrenamtliche beim Eintüten und Austragen. Sammler und Briefausträger sind im Auftrag ihrer Pfarrgemeinden unterwegs.

Die gesammelten Gelder werden ausschließlich für Menschen in Not und die Soziale Arbeit vor Ort eingesetzt. Caritas-Sammlerinnen und Sammler können sich stets ausweisen. Auf den Sammellisten stehen der Name sowie Unterschrift und Stempel der Pfarrei, in deren Auftrag sie unterwegs sind.

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Spenden

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