Bayerischer Innovationspreis Ehrenamt 2018 Sozialministerin zeichnet Projekt der katholischen Jugend aus

15.03.2018

Der Bund Deutscher Katholischer Jugend aus München ist für sein Filmprojekt zur Bundestagswahl 2017 ausgezeichnet worden. Sozialministerin Emilia Müller hat den Preis verliehen.

v.l. Sozialstaatssekretär) Johannes Hintersberger, Annemarie Eckardt (BDKJ) Jana Wulf (BDKJ), BDKJ-Präses Tobias Hartmann, Sozialministerin Emilia Müller
v.l. Sozialstaatssekretär) Johannes Hintersberger, Annemarie Eckardt (BDKJ) Jana Wulf (BDKJ), BDKJ-Präses Tobias Hartmann, Sozialministerin Emilia Müller © StMAS/Andreas Gebert

München – Bayerns Sozialministerin Emilia Müller hat bei einem Festakt in München den Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2018 verliehen. Unter den Gewinnern ist auch das Projekt ‚Mut zum Kreuz – Ergreif Partei‘ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) aus München. Es handelt sich um ein Filmprojekt von und für Jugendliche. Im Rah-men der Bundestagswahl 2017 entstanden sechs verschiedene Kurzfilme unter dem Motto ‚Ein Tag im Leben eines Jugendlichen, wenn die Partei XY gewinnt‘.

Lebensnah und jugendgerecht

„Ehrenamtliches Engagement lebt von kreativen Ideen. Es ist lebendig und entwickelt sich ständig weiter. Mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt wollen wir dies in besonderer Weise anerkennen. Bei dem Projekt ‚Mut zum Kreuz – Ergreif Partei‘ haben die jungen Teilnehmer die Ziele der einzelnen Parteien mit der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen verknüpft. So wurde politische Bildungsarbeit lebensnah und jugendgerecht umgesetzt. Das hat die Jury überzeugt. Ich freue mich, dass ich das Projekt mit dem Bayerischen Innovations-preis Ehrenamt 2018 mit 10.000 Euro auszeichnen kann“, so die Ministerin.

Zukunft der Jugend

Annemarie Eckardt ist ehrenamtliche BDKJ-Vorsitzende in der Region München und hatte die Produktions-und Projektleitung inne. Die Freude über die Auszeichnung sei sehr groß gewesen, sagte sie mk online: „Es war ein tolles Gefühl unter den Preisträgern zu sein“. In einer Zeit, in der viel über Politikverdrossenheit gesprochen werde, sei es die Aufgabe eines Jugendverbands, Jugendliche zu sensibilisieren und darauf aufmerksam zu machen, dass es um ihre Zukunft gehe. Jugendliche sollten sich nicht davon abschrecken lassen, dass „alte Männer komplizierte Sätze sagen“.

Lebendige Demokratie

Auch die Stiftung ‚Gute-Tat München & Region‘ wurde für ihre Idee ‚Bürgerbeteiligung‘ aus-gezeichnet. Die Stiftung will im Rahmen der ‚Münchner Initiative Nachhaltigkeit‘ dazu beitra-gen, dass die Zivilgesellschaft weiter gestärkt wird. „Aktive Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger ist ein wesentliches Element für eine lebendige Demokratie. Die Stiftung ‚Gute-Tat München & Region‘ will demokratischen Prinzipien bewusstmachen und stärken. Das hat die Jury überzeugt. Ich freue mich, dass ich die Idee ‚Bürgerbeteiligung‘ mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2018 mit 3.000 Euro auszeichnen kann“, betonte Müller.

Unter dem Motto „Demokratie stärken: Mitmachen und teilhaben! Antworten aus dem Ehren-amt.“ wurden zum zweiten Mal Personen, Initiativen und Organisationen mit neuen Ideen rund ums Ehrenamt gesucht. Insgesamt sind über 250 Bewerbungen eingegangen. Eine unab-hängige Jury unter Vorsitz von Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger hat elf Preisträger ausgewählt. Sechs Preisträger erhalten jeweils 10.000 Euro in der Kategorie ‚Innovative Projekte‘. In der Kategorie ‚Neue Ideen‘ wurden fünf Preisträger ermittelt, die je 3.000 Euro erhalten.

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