50 Jahre In Via Sozialverband gibt Palette von Hilfsangeboten

13.10.2017

Junge Frauen auf ihrem Weg begleiten und ihnen helfen – das war schon immer das Anliegen des Verbands In Via. Der Landesverband von Bayern tut das seit 50 Jahren und feiert daher in diesem Jahr ein rundes Jubiläum.

Rita Schulz ist Geschäftsführerin vom Landesverband Bayern.
Rita Schulz ist Geschäftsführerin vom Landesverband Bayern. © SMB/Knappe

München – Eine ganze Palette von Hilfsangeboten gibt der Sozialverband. Unter anderem finden minderjährige Mädchen in der Ausbildung ein Zuhause in einem Wohnheim von In Via und Menschen, die für sie ein offenes Ohr haben. Der Verband bietet auch Sozialarbeit an Schulen an, vermittelt Freiwilligendienste oder ein freiwilliges soziales Jahr. „Wir tragen auch Bahhofsmissionsarbeit, jetzt für Frauen und Männer, an 13 Orten in Bayern“, erklärt Rita Schulz, die Geschäftsführerin von In Via Bayern. „Wir machen viel für Frauen aus anderen Ländern und engagieren uns sehr für Migrantinnen. Und es gibt auch viele Hilfen für Frauen, die von Zwangsverheiratung oder Zwangsprostitution bedroht sind.“

Migrantinnen begleiten neue Migrantinnen

Knapp 200 Mitarbeiter arbeiten im Landesverband von In Via in Bayern, und rund 420 Ehrenamtliche engagieren sich im Verband. – Aktuell hat In Via das Projekt „Zu Hause in Bayern“ auf die Beine gestellt. Da werden Migrantinnen, die schon länger hier sind, informiert und ausgebildet. Sie können so Migrantinnen, die neu ankommen, besser beim Eingewöhnen helfen. Das Projekt läuft sehr gut, so Rita Schulz: „Wenn ich bei den Frauen bin, sagen sie mir, wenn sie in den Gruppen sind, ist es für sie ein Stück Heimat oder Familienersatz.“

Gegründet wurde In Via Ende des 19. Jahrhunderts. Mädchen aus ärmeren Verhältnissen gingen damals in die Ferne, um Arbeit zu finden, oft in der Hauswirtschaft. Mitfühlende Christinnen sorgten sich wegen der Situation, wollten den Mädchen Betreuung und notfalls auch ein Dach über dem Kopf geben – und gründeten einen Verein, den Marianischen Mädchenschutz. Dieser Name änderte sich endgültig erst 1967. „Da haben alle Mädchenschutzvereine den Namen .In Via‘ vorangestellt“, erklärt Schulz. „Seither heißen wir In Via – katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit. Der Marianische Mädchenschutz ist endgültig Vergangenheit.“

Erst 1967 hat sich der Landesverband Bayern gegründet

Und im Jahr 1967 hat sich auch der Landesverband Bayern gegründet, und zwar hat er sich da vom In Via-Verband München getrennt. Daher feiert er heuer sein 50jähriges Jubiläum. Bei der Feier soll es spritzig zugehen, freut sich Rita Schulz: „Wir haben uns etwas Kreatives ausgedacht mit Spiegeltheater und ähnlichem. Eine Moderatorin befragt die zahlreichen Gäste. Wir wollten nicht Grußwort an Grußwort reihen. Gleichzeitig fühlen wir uns geehrt, dass Barbara Stamm, die bayrische Landtagspräsidentin, da sein wird und die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hat.

Sicher ist, die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch die Gäste feiern das Jubiläum von In Via mit einem rauschenden Fest. (Eva-Maria Knappe)


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