Katholisches Jugendsozialwerk hat neue Leitung Spezialist für Integration

17.06.2018

Mit Thomas Bacher hat das Katholisches Jugendsozialwerk in Rosenheim nun einen neuen Leiter bekommen. Der gelernte Heilerziehungspfleger ist für 190 Menschen mit Handicaps verantwortlich.

Thomas Bacher ist neuer Gesamtleiter KJSW Rosenheim.
Thomas Bacher ist neuer Gesamtleiter KJSW Rosenheim. © KSJW/Riffert

Rosenheim - Die Einrichtungen und Dienste für behinderte Menschen des Katholischen Jugendsozialwerks München in Rosenheim haben einen neuen Gesamtleiter: Der 52jährige Thomas Bacher wirkt dort seit kurzem als Chef . Der Heilerziehungspfleger und staatlich anerkannte Heilpädagoge kommt vom Einrichtungsverbund Steinhöring der Katholischen Jugendfürsorge München und Freising. Dort hat er seit seinem Zivildienstsein gesamtes bisheriges Berufsleben verbracht. Nach der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger von 1987 bis 1990 war er ab 1991 neun Jahre lang im Wohnbereich tätig, dabei von 1997 bis 2000 als stellvertretender Bereichsleiter. In der Zeit von 1993 bis 1997 absolvierte er berufsbegleitend die Ausbildung zum staatlich anerkannten Heilpädagogen. Ab 2000 wurde ihm die Einrichtungsleitung der Förderstätte und Seniorentagesstätte in Steinhöring anvertraut. Thomas Bacher war dort auch maßgeblich an der Einführung und Verstetigung einer christlichen Hospiz- und Palliativ-Kultur beteiligt.

Optimales Profil und heimatverbunden

Sein bisheriges berufliches Profil passt also bestens zu den Aufgaben der Rosenheimer Gesamtleitung. „Ich bin ein Mensch, der seine Heimat liebt“, betont der dreifache Familienvater, der in Pfaffing bei Wasserburg lebt. „Deshalb habe ich bisher auch Angebote mit mehr Führungsverantwortung nicht in Erwägung gezogen, weil ich dafür weiteWege auf mich hätte nehmen müssen. Doch diese Aufgabe ist wie maßgeschneidert: Ich kann hier leben und zugleich eine größere Einrichtung leiten“, erklärt Thomas Bacher. Der bisherige Gesamtleiter Günther Auer hätte eigentlich bereits letztes Jahr den wohlverdienten Ruhestand antreten wollen. Da ein zwischenzeitlich eingestellter Nachfolger sich jedoch kurzfristig anders orientierte, sprang Auer wieder ein. „Für diesen zusätzlichen Einsatz danken wir ihm sehr“, betonen die Vorstände des Katholischen Jugendsozialwerks, Egon Forchhammer und Berthold Wübbeling. Auch Thomas Bacher ist seinem Vorgänger dankbar: Dieser habe ihn, ebenso wie Verwaltungsleitung, die Fachbereichsleiter und Fachdienst in der Einarbeitungsphase bestens unterstützt.

Zu den Einrichtungen und Diensten für behinderte Menschen in Rosenheim des Katholischen Jugendsozialwerks gehören das Wohnheim im Salzburger Weg, das Emmy-Schuster-Haus in der Aventinstraße, eine Reihe dezentraler Wohngemeinschaften in Stadt und Landkreis Rosenheim und ambulante Dienste wie die Offene Behindertenarbeit. Rund 190 Erwachsene mit geistiger oder Mehrfachbehinderung wohnen in einer Einrichtung des KJSW in Rosenheim. (Gabi Riffert/PM)


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