Pfingsten Stachellose Schönheit: die Pfingstrose

14.05.2016

Das Christentum verbindet mit ihnen Heil und Heilung: Pfingstrosen besaßen Jahrhunderte lang eine hohe Symbolkraft.

Stachellose Rose, um die sich viele Geschichten ranken - die Pfingstrose (Bild: beppenob - fotolia.com) © beppenob, fotolia.com

Rot, rosa, weiß oder dunkelrot mit großen Blüten – die Pfingstrose ist eine eindrucksvolle Pflanze. In vielen Gegenden wurde sie früher Pferderose genannt, weil sie zum Schmuck von Pferden und Gespännern bei Prozessionen benutzt wurde. Pfingstrosen haben keine Stacheln oder Dornen. Die Gattung Paeonia wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum erstveröffentlicht.

Symbol für Schönheit

Aufgrund ihrer langen Kultivierungsgeschichte wird den Pfingstrosen ein hoher symbolischer Gehalt zugewiesen. Pfingstrosen tauchen in den mittelalterlichen Tafelgemälden bereits auf, da sie in der christlichen Symbolsprache Reichtum, Heil, Heilung und Schönheit symbolisierten.

Die Legende erzählt von einer Frau, namens Rut, in Galiläa, die gerne Jesus Jüngerin geworden wäre, allerdings ihre Familie nicht im Stich lassen konnte. Monate später kam ein Jünger an ihrem Haus vorbei und erzählte ihr von Jesus Tod am Kreuz. Die Frau soll sich daraufhin in ihren Rosengarten zurückgezogen haben um allein zu sein und bitterlich geweint haben. Als die Frau später von dem Wunder, dass sich an Pfingsten ereignet hatte, hörte, rief sie in diesen Garten und ihre Freude war riesig, als sie entdeckte, dass ihre Rosensträucher über und über mit Rosenblüten waren – Rosen ohne Dornen – Pfingstrosen. Rut lief damit schnell auf die Straße und rief ihren Nachbarn zu "Ein Wunder ist geschehen! Nur Gott kann die Dornen von den Rosensträuchern entfernen. Und Gott hat seinen Sohn von den Toten auferweckt und schenkt uns nach unserem Tod das ewige Leben!"

Pfingstrosen sollen auch der Gottesmutter Maria zu Füßen gelegt worden seien, weshalb sie auch als Marienblumen gelten. In buddhistischen Tempeln, im Allerheiligsten, findet man Pfingstrosen-Motive. Der Legende nach sollen solche blühenden Pflanzen aus den Fußabdrücken des jugendlichen Buddhas entstanden sein. Auch im Hinduismus findet man entsprechende Blütenmotive. (sts)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Pfingsten

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