Joachim Unterländer zur Bundespräsidentenwahl Steinmeier bringt christliche Überzeugungen ein

13.02.2017

In Frank-Walter Steinmeier sieht der CSU-Politiker Joachim Unterländer einen aktiven Bekenner zur Demokratie. Er hofft auf eine klare Positionierung Steinmeiers: Gegen Extremismus und für das Vertreten christlicher Überzeugungen.

Joachim Unterländer (CSU), Abgeordneter im Bayerischen Landtag © Privat

„Den Einfluss des christlichen Glaubens auf sein Wirken sehe ich klar“, erklärte Joachim Unterländer, Mitglied des Bayrischen Landtages wie auch der Bundesversammlung. Er war vergangenen Sonntag dabei, als Frank-Walter Steinmeier mit großer Mehrheit zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden ist. „Steinmeier weist auf die Bindekraft des Glaubens und der Kirchen in unserem Gemeinwesen hin und er lässt sich in Grundsatzfragen der Gesetzgebung, die beispielsweise das menschliche Leben am Anfang wie am Ende betreffen, von christlichen Überzeugungen leiten.“ Es bedeute auch einen ermunternden Auftakt, dass der frisch gewählte Bundespräsident in seiner Antrittsrede eindringlich zu mehr Mut in der augenblicklichen Situation aufgerufen habe.

Unterländer betonte, es sei falsch, wenn oft so getan werde, als habe die Institution des Bundespräsidenten nichts zu sagen. Denn der Präsident könne schon mit Grundpositionen, die für Gesellschaft und Politik wichtig sind, Wesentliches tun. Es gebe Startsituationen, von denen man nicht hoffe, dass sie eintreten, in denen der Bundespräsident die entscheidende Weichenstellung vorzunehmen habe, etwa bei der Unterzeichnung von umstrittenen Gesetzen.

Für die Zukunft erwartet sich Unterländer vom designierten Bundespräsidenten Steinmeier ein aktives Bekenntnis zur Demokratie und Ablehnung extremer rechter und linker Positionen. Das sei sehr wichtig in der momentan etwas fragilen Situation, so Unterländer. (Eva-Maria Knappe)

Quelle: Interview des Münchner Kirchenradios


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