Neue Leitung im Erzbistum Stephanie Herrmann wird Amtschefin in Münchner Ordinariat

01.10.2019

Die leitende Ministerialrätin Stephanie Herrmann übernimmt zum 1. Januar die Aufgaben für die operative Verwaltungstätigkeit. Zusammen mit dem neuen Generalvikar Christoph Klingan folgt sie auf den scheidenden Peter Beer.

Stephanie Herrmann wird Amtschefin in Münchner Ordinariat
Stephanie Herrmann wird Amtschefin in Münchner Ordinariat © Privat

München – Das Erzbistum München und Freising hat die Suche nach einer erfahrenen Führungspersönlichkeit als Amtschefin abgeschlossen. Ab 1. Januar 2020 wird die promovierte Juristin Stephanie Herrmann (52) diese Aufgabe übernehmen und damit für die operative Verwaltungstätigkeit zuständig sein. Dies gab der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, am Montagabend bei einer Klausurtagung der Ordinariatskonferenz und des Bischofsrates in München bekannt. Der neue Generalvikar Christoph Klingan (41) kümmert sich dann parallel vorrangig um die strategischen, inhaltlichen und theologischen Fragen.

Die Neuordnung sieht laut Mitteilung vor, dass der Generalvikar künftig zwar eine dienstliche Aufsicht über die Amtschefin ausübt, in Fragen der Verwaltung aber nicht deren unmittelbarer Dienstvorgesetzter ist. Bisher fungierte ein geweihter Priester im Amt des Generalvikars als allgemeiner Vertreter des Erzbischofs auch als oberster Chef des Erzbischöflichen Ordinariats. Diese damit verbundenen Aufgaben und Funktionen sind nun fortan mit der neuen Struktur neu geordnet.

Hermann hat bereits Erfahrung in der Verwaltung

Herrmann ist derzeit als Leitende Ministerialrätin stellvertretende Abteilungsleiterin im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst für den Bereich Hochschulmedizin tätig. Sie leitet das Referat für die Hochschulmedizin und Universitätskliniken in München. Die gebürtige Münchnerin studierte Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Nach der zweiten Juristischen Staatsprüfung begann die Juristin 1994 ihre berufliche Tätigkeit im damaligen Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Neben verschiedenen Stationen im Wissenschaftsministerium war Herrmann in ihrer beruflichen Laufbahn auch an der LMU sowie als Leiterin des Referats Hochschule und Medien in der Geschäftsstelle der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag tätig.

Professionalisierung der Verwaltung

Klingan war Anfang September als stellvertretender Generalvikar nach drei Jahren als Pfarrer in Poing nach München zurückgekehrt. Zuvor hatte er unter unter anderem von 2011 bis 2016 Kardinal Marx als persönlicher Sekretär zur Seite gestanden. Klingan studierte Theologie in München und Rom, wo er 2008 zum Priester geweiht wurde. Der gebürtige Münchner absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) und arbeitete bei der Lokalbaukommission der Landeshauptstadt München, bevor er 2001 an der LMU München sein Theologiestudium aufnahm.

Kardinal Marx, und der scheidende Generalvikar Peter Beer hatten die Reform an der Verwaltungsspitze im vergangenen November bei einer Klausurtagung von Bischofsrat und Ordinariatskonferenz angekündigt. Ziel ist laut Mitteilung, die Verwaltung weiter zu professionalisieren, die Laufbahnentwicklung für Frauen und Männer im Laienstand zu erweitern und Karrierechancen zu eröffnen. (kna)


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