Bundesweite Aktion Sternsinger besuchen Ministerpräsident Söder

02.01.2019

16 kleine Könige aus dem Erzbistum Bamberg haben Markus Söder ihre Segenswünsche überbracht. Die Mädchen und Jungen sammeln Geld für behinderte Kinder in Peru.

Markus Söder spendet Geld an Sternsinger-Aktion.
Markus Söder spendet Geld an Sternsinger-Aktion. © Bayerische Staatsregierung

München – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Mittwoch Sternsinger aus seiner fränkischen Heimat in der Staatskanzlei empfangen. 16 als Könige verkleidete Mädchen und Buben aus dem Erzbistum Bamberg überbrachten der Staatsregierung ihre Segenswünsche. "Vielleicht hilft es was", sagte Söder und steckte jeder der vier Gruppen einen Umschlag mit einer Geldspende in die Sammelbox. Noch selten seien so viele Weise in der Staatskanzlei gewesen, fügte er hinzu. Und dass es "lang nicht so harmonisch" klinge, wenn das Kabinett gemeinsam singen müsse.

Der evangelische Regierungschef nutzte den Empfang zum allgemeinen Dank an alle Ehrenamtlichen in den Kirchen. Er freue sich "über jeden, der sich christlich engagiert", sagte Söder. Dabei bekannte er, seit Jahren auch selbst Patenschaften für mehrere Kinder in Indien zu unterhalten.

Sternsinger sammeln für behinderte Kinder in Peru

Die jungen Könige informierten über ihre diesjährige Aktion, in der behinderte Kinder in Peru im Mittelpunkt stehen. Träger des Dreikönigssingens sind das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit 1959 kamen nach ihren Angaben mehr als eine Milliarde Euro an Spenden zusammen.

Jedes Jahr zum Dreikönigsfest am 6. Januar ziehen Mädchen und Jungen verkleidet als Heilige Drei Könige von Haus zu Haus und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Sie singen Lieder und tragen auf Türen die traditionelle Segensformel "C+M+B" auf, ergänzt um die jeweilige Jahreszahl. Die Buchstaben stehen für den lateinischen Spruch "Christus mansionem benedicat", zu deutsch "Christus segne dieses Haus", außerdem für die Anfangsbuchstaben der legendären Namen der Weisen aus dem Morgenland, nämlich Caspar, Melchior und Balthasar.

Nach Auskunft der Veranstalter beteiligen sich mehr als 300.000 junge Menschen an der bundesweiten Aktion, die am 28. Dezember im oberbayerischen Marienwallfahrtsort Altötting eröffnet wurde. (kna)

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