Solidaritästaktion Sternsinger bringen Segen zu Söder in Staatskanzlei

03.01.2020

Ministerpräsident Markus Söder hat am Freitag vier Sternsingergruppen aus dem Bistum Eichstätt in München empfangen. Er lobte bei der Begegnung ihren Einsatz.

Ministerpräsident Söder übergibt den Sternsingern Umschläge für die Sammelbox.
Ministerpräsident Söder übergibt den Sternsingern Umschläge für die Sammelbox. © Kiderle

München – Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Freitag vier Sternsingergruppen aus dem Bistum Eichstätt in der Staatskanzlei in München empfangen. Die als Könige verkleideten Mädchen und Jungen kamen aus den Pfarrverbänden Nürnberg-Eibach, Nürnberg-Moorenbrunn, Schwabach und Monheim. Sie brachten der Staatsregierung ihre Segenswünsche. "Die brauche ich für das neue Jahr dringend", sagte Söder und lobte den Einsatz der Jugendlichen für die gute Sache. Damit setzten sie ein Zeichen, dass sich Engagement lohne. Zugleich steckte er jeder der vier Gruppen einen Umschlag mit einer Geldspende in die Sammelbox.

Friede ist in Gefahr

Söder begrüßte, dass die Sternsinger für den Frieden einträten. Für diesen zu werben, werde immer wichtiger, denn er sei bedroht durch die Menschen selbst sowie durch die zunehmende Verrohung der Sprache und den folgenden Taten. Auch der Frieden der Schöpfung leide, wie etwa die Bilder von den brennenden Wäldern in Australien zeigten. Wer sich für Frieden starkmache, müsse auch Respekt vor dem anderen haben, so der Ministerpräsident. In diesem Zusammenhang rief er dazu auf, wieder mehr das Zuhören zu pflegen. Mit Blick auf die sozialen Netzwerke habe er den Eindruck, jeder wolle nur noch senden.

Ein Sternsinger schreibt den den Segen an die Tür, Ministerpräsident Söder schaut zu.
Ein Sternsinger schreibt unter den Augen von Ministerpräsident Söder den Segen an die Tür. © Kiderle

Weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder

Jedes Jahr dürfen Sternsinger aus einer der sieben bayerischen Diözesen dem Ministerpräsidenten ihre Aufwartung machen. Die Sternsingeraktion, die vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend getragen wird, ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Sie steht dieses Mal unter dem Leitwort "Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit". Im Erzbistum München und Freising fand die feierliche Eröffnung der 62. Sternsingeraktion in Erding statt. 2019 waren bundesweit rund 300.000 Mädchen und Jungen sowie an die 90.000 Begleitende unterwegs. Gesammelt wurden an die 50,2 Millionen Euro und unterstützt mehr als 1.300 Projekte für benachteiligte Kinder.

"Christus segne dieses Haus"

Jedes Jahr zum Dreikönigsfest am 6. Januar ziehen Mädchen und Jungen verkleidet als Heilige Drei Könige von Haus zu Haus und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Sie singen Lieder und tragen auf Türen die traditionelle Segensformel "C+M+B" auf, ergänzt um die jeweilige Jahreszahl. Die Buchstaben stehen für den lateinischen Spruch "Christus mansionem benedicat", zu deutsch "Christus segne dieses Haus", außerdem für die Anfangsbuchstaben der legendären Namen der Weisen aus dem Morgenland, nämlich Caspar, Melchior und Balthasar. (kna)


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