Treffen im Kanzleramt Sternsinger fahren zu Angela Merkel

05.01.2019

Vier Sternsinger aus dem Erzbistum München und Freising hat Kanzlerin Angela Merkel auch dieses Jahr wieder ins Kanzleramt eingeladen. Auf was sich die vier "Könige" aus Neuperlach dabei besonders freuen, lesen Sie hier.

Die vier Sternsinger (hier "in Zivil") haben in den vergangenen Wochen fließig für den Auftritt bei Kanzlerin Angela Merkel geübt.
Die vier Sternsinger (hier "in Zivil") haben in den vergangenen Wochen fließig für den Auftritt bei Kanzlerin Angela Merkel geübt. © smb/sschmid

München – Die Kostüme liegen bereit, die Kronen blinken und der Text sitzt auch: Irina, Luca, Antonia und Jakob aus der Pfarrei Christus-Erlöser in München-Neuperlach sind seit vielen Jahren Sternsinger. Doch am Montag, 7. Januar, dürfen sie den Segen in ein ganz besonderes Haus bringen: Keine Geringere als Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die vier Münchner zu sich ins Kanzleramt nach Berlin eingeladen. Denn auch die Arbeitsstätte der Kanzlerin soll im kommenden Jahr wieder unter dem Segen der Sternsinger stehen.

„Wer kann schon von sich behaupten, vor Angela Merkel im Kanzleramt gesungen zu haben“, freut sich Luca auf den Besuch. Und seine „Kollegin“ Irina ergänzt: „Es ist schon cool, mal mit der Kanzlerin zu reden, weil sie ist ja nicht mehr lange dort. Und ein Foto mit ihr hat auch nicht jeder.“

Zum ersten Mal in Berlin

Insgesamt 27 katholische Bistümer gibt es in Deutschland und aus jedem darf eine Sternsinger-Gruppe nach Berlin fahren. Als die 14-jährige Antonia erfuhr, dass sie das Erzbistum München und Freising mitvertreten darf, erzählte sie das gleich ihren Freundinnen: „Die waren alle total überrascht und schon ein bisschen neidisch, alleine wegen Berlin, weil wir eben alle noch nicht dort waren. Und die Hand der Kanzlerin zu schütteln, wäre echt ne große Ehre.“

Mit der Polizei werden die Sternsinger ins Kanzleramt gebracht. Dort schlüpfen sie dann in ihre königlichen Klamotten. „Wir haben Kronen auf, Umhänge, darunter noch ein Gewand. Also, es sieht sehr prunkvoll und prächtig aus“, erzählt Jakob.

Einsatz für Kinder in armen Ländern

Möglich wurde dieses besondere Erlebnis durch einen Wettbewerb, bei dem die vier Münchner mitgemacht haben. Und ihren Gewinn haben sie sich auch redlich verdient. Seit vielen Jahren ziehen die vier Jugendlichen jedes Jahr als Sternsinger von Tür zu Tür und sammeln Geld für Kinder in ärmeren Ländern. Dieses Jahr für Kinder mit Behinderung, vor allem in Peru. Dabei sagen sie ein Gedicht auf oder singen ein Lied. Und für den Besuch bei Angela Merkel haben sie in den vergangenen Wochen fleißig geübt: „Die neuen Lieder zu lernen, war schon auch anstrengend, aber es wird ganz schön werden“, sagt Irina. (ly/ksc)

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