Dreikönigssingen 2019 Sternsinger starten in Altötting

06.07.2018

Die bundesweite Eröffnung der Sternsinger-Aktion 2019 findet erstmals in Altötting statt. Dabei werden mehr als 2.000 Sternsinger erwartet.

Archivbild: Sternsinger im Freisinger Mariendom
Archivbild: Sternsinger im Freisinger Mariendom © Kiderle

Altötting – Das nächste bundesweite Dreikönigssingen der katholischen Jugend wird erstmals im Bistum Passau eröffnet. Am 28. Dezember werden mehr als 2.000 Sternsinger mit ihren Begleitern in Altötting erwartet, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Das Motto der Aktion heißt "Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen - in Peru und weltweit".

Gottesdienst mit Bischof Oster

Nach einem Wortgottesdienst in der Basilika Sankt Anna mit dem Passauer Bischof Stefan Oster werden sie zum Rathaus ziehen und durch Bürgermeister Herbert Hofauer begrüßt. Anschließend gibt es ein Mitmachprogramm. Verantwortet wird die Eröffnung vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dem Bischöflichen Jugendamt und dem Ministrantenreferat der Diözese Passau.

Träger des Dreikönigssingens sind das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der BDKJ. Nach ihren Angaben hat sich die Aktion seit 1959 zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Inzwischen seien mehr als eine Milliarde Euro gesammelt und davon 71.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in aller Welt unterstützt worden. Jedes Jahr nähmen bundesweit mehr als 300.000 Sternsinger teil.

2,8 Millionen in der Erzdiözese München und Freising gesammelt

In der Erzdiözese München und Freising waren Anfang 2017 insgesamt 646 Sternsinger-Gruppen von Haus zu Haus unterwegs, brachten Segen und sammelten 2,76 Millionen Euro, wie der Jahresbericht des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ zeigt. Damit wurde das Vorjahresergebnis gehalten. Das Erzbistum München und Freising lag diesmal unter allen 27 deutschen Erzbistümern/Bistümern an der sechsten Stelle und im Vergleich mit den anderen bayerischen Bistümern sammelten nur die Sternsinger/innen in der Diözese Augsburg mehr.

Jeweils um das Dreikönigsfest am 6. Januar herum ziehen Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Seit 2015 ist das Sternsingen auch Unesco-Kulturerbe. Die Tradition wurden von der deutschen Kommission in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Die Sternsinger schreiben oder kleben auf Haustüren den mit der jeweiligen Jahreszahl verbundenen Segenswunsch "C + M + B". Die Abkürzung steht für "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus). Zugleich weisen die Buchstaben auf die legendären Namen der Weisen aus dem Morgenland hin, die sich nach biblischem Bericht an einem neu aufgegangenen Stern orientierten und so nach Bethlehem zum neugeborenen Jesuskind kamen. Der Tradition nach hießen sie Caspar, Melchior und Balthasar. (kna)


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