Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder Sternsingeraktion 2019 wird in Altötting eröffnet

26.12.2018

Das bundesweite Dreikönigssingen wird erstmals im Bistum Passau eröffnet. Dieses Jahr sammeln die Kinder für das südamerikanische Peru.

Sternsinger aus dem Ortsteil Weng im Pfarrverband Farenzhausen-Haimhausen. (Archiv)
Sternsinger aus dem Ortsteil Weng im Pfarrverband Farenzhausen-Haimhausen. (Archiv) © Kiderle

Altötting – Das bundesweite Dreikönigssingen der katholischen Jugend wird erstmals im Bistum Passau eröffnet. Am Freitag werden mehr als 2.000 Sternsinger mit ihren Begleitern in Altötting erwartet. Darunter 400 kleine Könige aus dem Erzbistum München und Freising. Das Motto der Aktion heißt "Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen - in Peru und weltweit". Nach einem Wortgottesdienst in der Basilika Sankt Anna mit dem Passauer Bischof Stefan Oster werden die Sternsingergruppen zum Rathaus ziehen und von Bürgermeister Herbert Hofauer begrüßt. Anschließend gibt es ein Mitmachprogramm.

Bundesweit mehr als 300.000 Sternsinger

Träger des Dreikönigssingens sind das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der BDKJ. Nach ihren Angaben hat sich die Aktion seit 1959 zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Inzwischen seien mehr als eine Milliarde Euro gesammelt und davon 71.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in aller Welt unterstützt worden. Jedes Jahr nähmen bundesweit mehr als 300.000 Sternsinger teil. Beispielland ist 2019 das südamerikanische Peru. Besonders im Fokus stehen Kinder, die dort und anderswo mit einer Behinderung zurecht kommen müssen.

Sternsingen ist auch Unesco-Kulturerbe

Jeweils um das Dreikönigsfest am 6. Januar herum ziehen Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Seit 2015 ist das Sternsingen auch Unesco-Kulturerbe. Die Tradition wurden von der deutschen Kommission in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Die Sternsinger schreiben oder kleben auf Haustüren den mit der jeweiligen Jahreszahl verbundenen Segenswunsch "C + M + B". Die Abkürzung steht für "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus). Zugleich weisen die Buchstaben auf die legendären Namen der Weisen aus dem Morgenland hin, die sich nach biblischem Bericht an einem neu aufgegangenen Stern orientierten und so nach Bethlehem zum neugeborenen Jesuskind kamen. Der Tradition nach hießen sie Caspar, Melchior und Balthasar. (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Sternsinger

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