Grundstein für Stiftungshochschule Stimmung für Pflegeberufe machen

03.05.2018

Die Kirche will Vorreiter bei der Forschung im Bereich Pflege bleiben. Auch das neue Hauptgebäude der KSH München ist auf dieses Ziel hin ausgerichtet.

Kardinal Marx bei der Grundsteinlegung für neues KSH Hauptgebäude
Kardinal Marx bei der Grundsteinlegung für neues KSH Hauptgebäude © Kiderle

München – Kardinal Reinhard Marx hat den Grundstein für das neue Seminargebäude der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) im Kirchlichen Zentrum in Haidhausen gelegt. Bis Ende 2019 sollen dort insgesamt 28 Hörsäle und Seminarräume entstehen, die sich auf vier Geschossen um ein offenes Foyer gruppieren. Kardinal Marx betonte am Rande des Festaktes, dass die Hochschule gerade junge Menschen für eine Mitarbeit im Pflegebereich motivieren wolle. Die Kirche werde sich dafür einsetzen, dass die Pflegeberufe gut bezahlt und in der Gesellschaft anerkannt sind. Nur dann würden sich junge Menschen dafür entscheiden, so Marx. „Das brauchen wir für die Zukunft, sonst wird es schwierig werden im Bereich von Pflege und sozialer Arbeit.“

Dialog in der Pflege

Um Pflege zukunftsfähig zu machen, brauche es zudem den Dialog mit allen Beteiligten, sagte KSH-Präsident Hermann Sollfrank. Dementsprechend sei das neue Hochschulgebäude als offener kommunikativer Ort konzipiert worden. Hier soll nach der Fertigstellung Ende 2019 ein Austausch mit der Gesellschaft und der Kommune entstehen, so Sollfrank. Damit das gelingt, haben die Architekten den Neubau bewußt transparent konzipiert: angefangen von der hohen Raumverglasung bis hin zum Foyer, das als kommunikativer Raum alle Hörsaalebenen miteinander verbindet.

KSH trägt Botschaft vom Kreuz mit

Getragen werde die KSH bei ihrem Weg in die Zukunft in erster Linie vom christlichen Menschenbild, betonte Kardinal Marx. Mit Blick auf die Debatte um den Kreuz-Erlass der bayerischen Staatsregierung sagte der Erzbischof, dass gerade das Kreuz für dieses Menschenbild stehe. Das Kreuz solle zum Zeichen dafür gemacht werden, "dass diese Gesellschaft zusammenführt, dass sie integriert und dass sie sich neu vergewissert: Woher kommen wir? Auf welchem Fundament stehen wir?", erinnerte der Kardinal. Kreuze im öffentlichen Raum seien deshalb für ihn Grund zur Freude. Die KSH sei "ein Ort, von dem das ausgeht, und zwar für alle Menschen, nicht nur für einige".

An der KSH bereiten sich rund 2.400 Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen auf Berufe im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssektor vor, die meisten von ihnen in München, ein Teil am Campus Benediktbeuern.

Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de


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