Neues Programm Münchner Volkstheater Stückl inszeniert „Glaube Liebe Hoffnung"

13.09.2018

Intendant Christian Stückl sieht das Theater angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen herausgefordert.

Ein leerer Theatersaal.
Ein leerer Theatersaal. © aerogondo - stock.adobe.com

München – Der Intendant des Münchner Volkstheaters, Christian Stückl, will zum 30. November "Glaube Liebe Hoffnung" von Ödön von Horvath auf die Bühne bringen. Es sei das einzige Stück, das er selbst in der Spielzeit 2018/2019 inszenieren werde, erklärte Stückl am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Programms in München.

Der Regisseur ist derzeit vielseitig beschäftigt, unter anderem mit dem geplanten Neubau des Volkstheaters, das 2021 im einstigen Viehhof eröffnet werden soll. Außerdem laufen die Vorbereitungen für die Passionsspiele 2020 in Oberammergau, deren Spielleiter er ist.

Das Theater ist herausgefordert

Hausregisseur Abdullah Kenan Karaca, der bei den Passionsspielen in Oberammergau als stellvertretender Spielleiter agiert, übernahm für zwei Stücke die Inszenierung. Am 16. Dezember hat "Kurze Interviews mit fiesen Männern" Premiere und am 19. Mai "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt. Neu heraus kommen auch "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare, "Die Dämonen" von Fjodor M. Dostojewskij, "Herakles" und "Alles Weitere kennen Sie aus dem Kino" von Martin Crimp.

Angesichts der Ereignisse von Chemnitz und der gesamten gesellschaftlichen Entwicklung sei auch das Theater herausgefordert, sagte Stückl. Doch es sei gar nicht so leicht, die richtigen Stücke zu finden. Der Regisseur hatte sich zuletzt mit dem Volkstheater auch an der Münchner Demonstration "ausgehetzt" beteiligt. "Diese Art von Politik geht nicht", betonte Stückl. Es stelle sich die Frage, wo das Ganze noch hinführe.


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