Weihbischof würdigt deutschen Nobelpreisträger „Südhof ist ein Pionier“

07.10.2013

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an den Deutschen Thomas Südhof und seine beiden US-Kollegen James Rothman und Randy Schekman. Weihbischof Anton Losinger würdigte Südhof als einer der Pioniere im Bereich der zellbiologischen Forschung. Die drei Wissenschaftler werden für ihre grundlegenden Erkenntnisse über Transportsysteme der Zellen ausgezeichnet.

Weihbischof Anton Losinger (Bild: Bistum Ausgburg)

Augsburg - Der deutsche Medizinnobelpreisräger Thomas Südhof und seine ebenfalls ausgezeichneten amerikanischen Kollegen wecken durch ihre Erkenntnisse in der Zellbiologie berechtigte Hoffnungen auf Theraphieerfolge. Das von den Biochemikern erforschte Transportsystem der Zellen hat Einfluss auf Krankheiten wie etwa Alzheimer oder Diabetes, das unterstrich Weihbischof Anton Losinger, Mitglied im Deutschen Ethikrat und der bayerischen Bioethik-Kommission im Münchner Kirchenradio.

Losinger würdigte den Wissenschaftler Südhof als einer der „Pioniere im Bereich der zellbiologischen Forschung“. Die genaueren Erkenntnisse über die Interaktion der Zellen könnten die Grundlage für mögliche Heilungserfolge sein, sagte er. Trotz dieser Hoffnungen müsse man die ethische Seite möglicher Therapien immer mit im Blick haben, um negative Effekte ausschließen zu können. Der Weihbischof wies darauf hin, dass der deutsche Nobelpreisträger trotz seines aktuellen Forschungsstandorts in den USA am Max-Plank-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttinger promoviert hat. Weihbischof Losinger ist Mitglied im Senat der Max-Plank-Gesellschaft und war über die Nobelpreisehre für Südhoff ungewöhnlich schnell unterrichtet. (gh)

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