Woche für das Leben Symposium zum Thema "Suizidalität und Würde"

05.05.2019

"Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern." - Das ist das Motto der "Woche für das Leben" in diesem Jahr. In München gibt es ein Symposium mit spannenden Vorträgen.

Marcus Schlemmer, Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin
Marcus Schlemmer, Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin © Krankenhaus Barmherzige Brüder

München – Mit dem Thema „Suizidalität und Würde“ beschäftigt sich ein Symposium am Montag, 6. Mai, von 16 Uhr bis 19.30 Uhr im Krankenhaus Barmherzige Brüder (Romanstraße 93, Konferenzraum 1) in München. Die zentrale diözesane Veranstaltung ist Teil der bundesweiten ökumenischen „Woche für das Leben“. Diese steht heuer unter dem Titel „Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern“ und will Präventionsmöglichkeiten und die vielfältigen Beratungsangebote von katholischer wie evangelischer Kirche für suizidgefährdete Menschen und ihre Angehörigen aufzeigen.

So fördert das Erzbistum aus Mitteln des Hospiz- und Palliativfonds die Sprechstunde „Weiterleben in Würde“ im Krankenhaus Barmherzige Brüder in München. Diese wendet sich an Menschen mit fortgeschrittenen Erkrankungen und ihre Angehörigen. Der Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin, Marcus Schlemmer, stellt das ambulante Angebot vor, nachdem der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge in Lebensumständen und Lebenswelten im Erzbischöflichen Ordinariat, Thomas Hagen, in die Symposiums-Thematik eingeführt hat.

Suizid und Menschenwürde

Über Seelsorge im Kontext von Suizidalität und Suizid spricht Margaritta Nietbaur, Seelsorgerin am psychiatrischen Fachkrankenhaus kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost. Mit „Suizid und Menschenwürde“ ist der Vortrag von Christof Breitsameter, Professor für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, überschrieben.

Nach einer Diskussionsrunde klingt das Symposium mit einer Eucharistiefeier um 18.30 Uhr in der Klinikkirche aus. Es zelebrieren Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg und Pater Johannes von Avila Neuner. (pm)

Hier finden Sie Hilfe

- Sind Sie momentan in einer schwierigen Situation? Sie wissen nicht weiter? Sie suchen einfach nur einen Gesprächspartner? Die TelefonSeelsorge des Erzbistums München und Freising ist rund um die Uhr für Sie erreichbar: 0800/111 0 222.

- U25 ist ein Mail-Beratung für suizidgefährdete Jugendliche bis 25 Jahre. Du wirst dort kostenlos und anonym von speziell ausgebildeten Peers zu den Themen Suizid und Depression beraten.

- TREES of MEMORY gibt Menschen, die einen Angehörigen durch Suizid verloren haben, eine neue Lebensperspektive.


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