Geistliche Begleitung bei den Paralympics Tägliche SMS für die Athleten

07.09.2016

4.300 Sportler messen sich in den kommenden Tagen bei den Paralympics in Rio, 155 kommen aus Deutschland. Pater Georg Pettinger wird sie bei Siegen, Niederlagen und allem, was ihnen sonst so auf dem Herzen brennt, unterstützen.

Das offizielle Logo der Paralympics
Das offizielle Logo der Paralympics

Bonn/Rio – Padre Georg Pettinger begleitet das Deutsche Team als katholischer Seelsorger bei den Paralympischen Spielen nach Rio de Janeiro. Der Pfarrer der deutschen Gemeinde in Sao Paulo ist bestens vorbereitet und sehnt sich dem Start der Spiele für Behinderte entgegen. „Die Leute freuen sich, noch einmal Gastgeber sein zu dürfen. Die Eintrittspreise sind vor wenigen Tagen gesenkt worden, sodass sich die Zuschauerzahlen vielleicht noch erhöhen“, erzählt Pettinger. Natütrlich seien die wirtschaftlichen und politischen Probleme des Landes nicht in Vergessenheit geraten, aber man sei froh, dass trotz aller Unkenrufe und Sicherheitsbedenken die Olympischen spiele gut über die Bühne gegangen seinen und das erhoffe sich natürlich jeder jetzt auch füpr die Paralympics, fügt er hinzu.

Täglicher SMS-Impuls und Unterstützung

Zu den Papralympics plant Padre Georg Pettinger eine täglich SMS mit Gedanken zum Tag per SMS an die Athleten zu versenden. Für diesen Service können sich diese anmelden. Außerdem sind Pater Pettinger und sein Kollege jederzeit für die Sportler telefonisch erreichbar und sie laden zu Gottesdiensten ein. „Alles Weitere lassen wir auf uns zukommen, denn wie die Olympiade mit dem tragischen Unfalltod von Kanu-Trainer Stefan Henze gezeigt hat, müssen wir mit allem rechnen. Auch wenn ich davon ausgehe, dass wir uns eher mit dem Beistand bei Niederlagen und Enttäuschungen beschäftigen werden“, meint Pettinger.

Er selbst freut sich darauf in den Stadien die Leistungen live zu sehen. Er sei zudem fasziniert, was der Mensch für Möglichkeiten erfunden habe, so dass Behinderte solche Leistungen erbringen könne.

Ein wichtiger Schritt für Brasiliens Behinderte

Gerade für ein Land wie Brasilien, in dem noch heute in manchen Regionen, Behinderte von ihren Familien versteckt würden, sei ein solches Großereignis besonders wichtig. Bereits im Vorfeld der Paralympics sie auf Plakaten und im Fernsehen Werbung mit behinderten Menschen gemacht worden und so wurde, beobachtet Pettinger, eine breite Öffentlichkeit erreicht.

„Die Spiele könnten helfen in einem Land, in dem Schönheit und das Äußere im Vordergrund steht, davon wegzukommen und sich auch auf andere Werte zu konzentrieren“, hofft der katholische Seelsorger. (KNA/sts)


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