„One Billion Rising“ München Tanzen gegen Gewalt an Frauen

14.02.2019

Jede dritte Frau erfährt im Laufe ihres Lebens Gewalt. Das besagt eine US-Studie. Die Kampagne „One Billion Rising“ will auf dieses Thema aufmerksam machen. In München wurde deshalb am Valentinstag protestiert und getanzt. Auch Ordensfrauen beteiligten sich.

"One Billion Rising" in der Münchner Innenstadt,
"One Billion Rising" in der Münchner Innenstadt, © Kiderle

München – "One Billion Rising" ist die weltweit größte Kampagne gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Um auf das Thema aufmerksam zu machen, finden in über 200 Ländern Tanz-Flashmobs statt. Auch in München wurde am Valentinstag protestiert und getanzt. Darunter waren auch Ordensfrauen. Zum Beispiel Schwester Susanne Schneider von den Missionarinnen Christi. Sie findet es wichtig, sich an die Seite der Frauen zu stellen und Solidarität mit der Aktion zu zeigen. An der Protestaktion beteiligten sich auch Missionsbenediktinerinnen aus Tutzing und eine Arme Schulschwester vom Anger-Kloster in München. Sie alle sind Mitglieder der Gruppe „Ordensfrauen für Menschenwürde“. In ihren Händen hielten Plakate auf denen zum Beispiel steht: „Ordensfrauen gegen Gewalt“, „Ordensfrauen für Menschenwürde“ oder „Ordensfrauen für Respekt und Dialog“.

Kampagne aus USA

Die Kampagne wurde 2012 von der Künstlerin und Aktivistin Eve Ensler aus New York, USA, initiiert. Anlass war eine UN-Studie, nach der jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt wird. Auf die Weltbevölkerung umgerechnet, ergibt das rund eine Milliarde Frauen, die Gewalt erlebt haben. Der englische Begriff „one billion“ (eine Milliarde) gab der Kampagne ihren Namen. (pm/kas)


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