Zum Fest „Taufe des Herrn“ Taufe ist Freundschaft mit Gott für immer

12.01.2019

An die Taufe Jesu wird an diesem Sonntag in der Kirche erinnert. Wie eine "normale" Taufe heute abläuft und welcher Sinn dahinter stecken könnte, lesen Sie hier.

Bei der Taufe wird der Kopf des Kindes drei Mal mit dem Taufwasser übergossen.
Bei der Taufe wird der Kopf des Kindes drei Mal mit dem Taufwasser übergossen. © grafikplusfoto - stock.adobe.com

München – Für Pater Alfons Friedrich SDB, Leiter des Pfarrverbands Haidhausen, ist die Sache klar: Mit der Taufe „schenken Sie Ihrem Kind etwas, was wir Menschen keinem anderen geben können. In der Taufe werden wir alle Kinder Gottes und wir werden ausgestattet mit Würde und Kraft. Gott ist für immer bei mir, in diesem Leben und durch den Tod hindurch ins Leben bei ihm.“ Um so wichtiger, dass sich die Eltern frühzeitig mit Ihrem Glauben auseinandersetzen. Was bedeutet uns der Glaube, wie wollen wir unser Kind erziehen? Wie wollen wir die Tauffeier gestalten?

Vier Stationen der Taufe

In der katholischen Kirche läuft diese in vier Stationen ab. Bei der Begrüßung zu Beginn des Gottesdienstes tragen die Eltern ihr Anliegen der Taufe des Kindes vor. Die Paten drücken aus, dass Sie das Kind begleiten möchten und ihm zur Seite stehen.

Die Taufe selbst beginnt mit der Weihe des Taufwassers und dem anschließenden Bekenntnis des Glaubens. Dann hält die Mutter das Kind über das Taufbecken, der Diakon oder Priester spricht die Taufformel und übergießt den Kopf des Kindes drei Mal mit dem Taufwasser. Dann geht es weiter: Die Salbung mit dem Chrisam sagt, dass ich Anteil an Christus habe, der Priester, König und Prophet auf ewig ist. Das Taufkleid bringt zum Ausdruck, dass ich neu geschaffen bin in Christus.

Tanja Bergold und Pater Alfons Friedrich
Tanja Bergold und Pater Alfons Friedrich © SMB/Schlaug

Taufe ist auch Auftrag

Die Taufkerze wird an der Osterkerze, dem Licht des Lebens, entzündet und will mich immer erinnern, dass Christus mich erleuchtet hat. Im Ephata-Ritus werden Ohren und Mund berührt, wie es Jesus einst bei dem Taubstummen gemacht hat. Ephata heißt „Öffne Dich“; diese Geste will mich dafür sensibilisieren, dass die Taufe nicht nur ein Geschenk ist, sondern auch ein Auftrag, das Wort Gottes zu hören und es zu verkündigen.

Die vierte Station findet an dem Ort statt, an dem sich Jesus mir unter den Gestalten von Brot und Wein schenkt, am Altar. Nach dem „Vater unser“ wird abschließend der Segen auf die Mutter, den Vater, auf die Paten und alle Mitfeiernden herabgerufen. (tb)

Mehr zum Thema Taufe und zu guten Vorsätzen hören Sie in der aktuellen Sendung von "Die Bergold und der Pater". Die Journalistin Tanja Bergold und Pater Alfons Friedrich moderieren die Sendung zusammen im Münchner Kirchenradio.


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