Heiliges Grab in Aschau Tod und Auferstehung

23.03.2019

Nach mehr als 60 Jahren ist in Aschau im Chiemgau eines der bedeutendsten und umfangreichsten Heiligen Gräber in Bayern erstmals wieder aufgebaut: Die frisch restaurierte, farbenprächtige Anlage ist in der Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ zu sehen. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Ein imposantes Gesamtkunstwerk ist das Heilige Grab in Aschau.
Ein imposantes Gesamtkunstwerk ist das Heilige Grab in Aschau. © Reiter

Aschau – Mit einem umfangreichen Gottesdienst- und Veranstaltungsprogramm begleitet die Gemeinde Aschau im Chiemgau die Aufstellung ihres Heiligen Grabes in der Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ (Kirchplatz), eine der bedeutendsten Anlagen dieser Art, die nach mehr als 60 Jahren und einer umfassenden Restaurierung erstmals wieder zu sehen ist (wir berichteten). Diesen Sonntag, 24. März, um 10 Uhr feiert Kardinal Reinhard Marx in Aschau einen Gottesdienst, zu dem die „Missa brevis“ von Jacob de Haan erklingt.
In der Grabanlage sind nacheinander drei Szenen zu sehen, die besonders auf die Kar- und Ostertage abgestimmt sind. Bis zum Gründonnerstag wird die Ölbergszene mit zwei Tafelfiguren gezeigt. Sie stellen den betenden Jesus und einen Engel mit einem Kelch und einem Kreuz dar und erinnern an das Gebet Jesu auf dem Ölberg vor seiner Gefangennahme. Während des Gottesdienstes am Karfreitag, der an das Leiden und Sterben Jesu erinnert, wird die Figur des Leichnams Jesu im Grabtempel sichtbar. Bis in die Nachtstunden des Karfreitags und auch am Karsamstag sind die Gläubigen zum Gebet und zur Andacht am Heiligen Grab eingeladen. Während der Osternacht am Ostersonntag, in der die Auferstehung Jesu gefeiert wird, wird die Figur des auferstandenen Jesus in der Grabanlage in die Höhe gezogen, das Grab selbst bleibt leer.
Auferstehungsspiel in zwei Teilen
Ein zweiteiliges Auferstehungsspiel nutzt das Heilige Grab als Kulisse. Der erste Teil, der von Samstag, 30. März, an zu sehen ist, befasst sich mit dem Leben Jesu Christi und stellt biblische Figuren wie Johannes den Täufer, Petrus, Judas und Maria Magdalena vor. Das kammerspielartige Bühnenstück wird durch hebräische Gesänge und Instrumentalstücke ergänzt. Der zweite Teil des Auferstehungsspiels, der ab Ostermontag, 22. April, aufgeführt wird, erzählt vom auferstandenen Jesus Christus, seinen Begegnungen mit den Aposteln und den ersten Christen. Mehr als 100 Mitwirkende sind dabei, darunter ein großer Chor. Für das Auferstehungsspiel zeichnet der Heimat- und Geschichtsverein Aschau verantwortlich.
Ergänzt wird das Begleitprogramm durch drei Konzerte in der Pfarrkirche. Diesen Sonntag um 19 Uhr führt das Ensemble Concertante unter Leitung von Bernadette Osterhammer das Konzert „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn auf. Alpenländische Musik zur Passionszeit erklingt am Freitag, 29. März, um 19 Uhr mit den Hohenaschauer Bläsern, den Schwarzensteiner Sängerinnen und der Wössener Erntedank-Gitarrenmusi. Am Sonntag, 14. April, um 19 Uhr spielt das Barockorchester Concerto München unter Leitung von Johannes Berger barocke Passionsmusik, unter anderem das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi. (gob)

Karten für die Konzerte sowie die beiden Teile des Auferstehungsspiels sind erhältlich über München Ticket (Telefon: 089/ 54818181) oder die Tourist Information Aschau (www.aschau.de, Telefon: 08052/90490, E-Mail: info@aschau.de). Das Heilige Grab und die Pfarrkirche können im März täglich von 7.30 bis 17 Uhr, ab April täglich von 7.30 Uhr bis 19.30 Uhr besichtigt werden. Öffentliche Führungen finden jeweils mittwochs um 15.30 Uhr sowie sonntags um 11 Uhr (31. März, 7. und 28. April) oder 14 Uhr (24. März, 14. und 21. April, 5. Mai) zum Preis von vier Euro statt. Das Grab bleibt bis Sonntag, 5. Mai, aufgebaut.


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