Gotteshäuser im Erzbistum Top 5 der besonderen Kirchennamen

08.08.2018

In dieser Woche haben Katholiken das Fest „Verklärung des Herrn" gefeiert (6. August). Aus diesem Anlass stellt Ihnen mk online Pfarreien und Kirchen im Erzbistum vor, die einen außergewöhnlichen Namen tragen.

Passionssingen in der Kirche „Zum Allerheiligsten Welterlöser“ in Hebertshausen
Passionssingen in der Kirche „Zum Allerheiligsten Welterlöser“ in Hebertshausen © Kiderle

Verklärung Christi in München-Ramersdorf

Das Fest „Verklärung Christi“ begeht die katholische Kirche am 6. August. Oft wird es auch „Verklärung des Herrn“ oder „Transfiguration“ genannt. Laut Bibel wurde Jesus auf dem Berg Tabor verwandelt, „sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht“ (Mat 17,2). Zudem verkündete eine Stimme Jesus als Sohn Gottes. Anschließend bat Jesus seine Begleiter Petrus, Jakobus und Johannes um Stillschweigen bis zu seiner Auferstehung. Die Kirche Verklärung Christi in Ramersdorf wurde 1972 durch Kardinal Julius Döpfner geweiht. Sie gehört heute zum Pfarrverband Perlach.

Zum Allerheiligsten Welterlöser in Hebertshausen

Der Titel „Erlöser der Welt“ (lateinisch: salvator mundi) bezieht sich ebenfalls auf Jesus Christus. Die Pfarrei ist Teil des Pfarrverbands Röhrmoos-Heb ertshausen im Landkreis Dachau. Zu diesem gehören auch die Viktoria-von-Butler-Stiftung mit dem Franziskuswerk Schönbrunn und die Kongregation der Franziskanerinnen von Schönbrunn. Laut Kirchenforscher Hans Schertl wurde das Gotteshaus in den Jahren 1960 bis 1961 unterhalb der alten Pfarrkirche St. Georg errichtet. Das Patrozinium sei wohl auf die Würmmühlkapelle zurückzuführen, die – als ältestes Gotteshaus der Gegend – ursprünglich dem Salvator Mundi geweiht gewesen sei.

Heilig Blut in Großkarolinenfeld

Seit 1851 steht die katholische Kirche „Kostbares Blut Christi“ im Ortskern von Großkarolinenfeld. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die ortsansässigen Katholiken den Gottesdienst in Pfaffenhofen am Inn besuchen, heißt es auf der Internetseite der Pfarrei. In den beiden Weltkriegen wurden die Glocken geholt und eingeschmolzen und durch Spenden wieder neu in den Turm gebaut. Dieser musste 1924 nach einem Blitzschlag neu errichtet werden. Im September 1959 sagte Weihbischof Johannes Neuhäusler bei der Einweihung des umgebauten Kirchenschiffs: „In diesem Sinne ist ein wirkliches Gotteshaus entstanden, in dem Jesus Christus, der menschgewordene Gottessohn, regelmäßig Einkehr halten wird. Darum soll der gläubige Mensch stets ins Gedächtnis rufen: Der Schöpfer ist gegenwärtig.“

Mariä Sieben Schmerzen in Unterstein/Schönau am Königssee

Die Anfänge der Pfarrei reichen viele Jahre zurück. Für die Pieta der schmerzhaften Gottesmutter wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine hölzerne Kapelle „unterm Stain“, gemeint ist unter dem Hanauer Stein, gebaut. Daher komme auch der Ortsname Unterstein, heißt es auf der Webseite der Pfarrei. Der Gedenktag der „Schmerzen Mariens“ ist der 15. September. Die Schmerzen Mariens umfassen zum einen ihr Mitleiden bei der Passion Jesu, zum anderen die Entfremdung von ihrem Sohn. Etwa, wenn Jesus als Zwölfjähriger seinen Eltern entwischt, um im Tempel von Jerusalem zu bleiben. Kirchen mit diesem Patronat gibt es im Erzbistum auch in Haar und München-Hasenbergl.

Lumen-Christi-Kapelle Baierbrunn

Es sei ein besonderer Ort, auf den Feldern zwischen Baierbrunn und Buchenhain, an dem die Kapelle stehe. Ein Baierbrunner habe dort, so ist es beim Pfarrverband Schäftlarn nachzulesen, vor einigen Jahren eine Lichterscheinung gehabt. Von einer schweren Krankheit genesen, baute er 2009 diese Kapelle. Rasch wurde sie zu einem beliebten Ort für Betende und Spaziergänger. Groß war die Betroffenheit, als im Sommer 2013 die Kapelle ausbrannte. Kerzen hatten das Feuer ausgelöst. Spenden wurden gesammelt und viel Arbeit geleistet, damit die Kapelle bald wieder in neuem Glanz erstrahlen konnte. Jedes Jahr wird dort am ersten Sonntag im September ein Feldgottesdienst gefeiert.

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Der Autor
Klaus Schlaug
Online-Redaktion
k.schlaug@st-michaelsbund.de


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