Lange Nacht der Museen Totentanz und Videoinstallation

14.10.2016

Über 90 Münchner Museen, Sammlungen und Ausstellungshäuser öffnen in der Nacht von 15. auf 16. Oktober ihre Türen für neugierige Kunst- und Kulturfans. Auch die Kirchen machen mit.

Totentanz vor St. Bonifaz © Lange Nacht der Museen/Histonauten

München – Auf geht's zur "Langen Nacht der Museen" in München. Über 90 Museen, Sammlungen und Ausstellungshäuser öffnen in der Nacht von 15. auf 16. Oktober ihre Türen für neugierige Kunst- und Kulturfans. Auch kirchlicherseits gibt es Projekte:

St. Bonifaz (Karlstraße 34)
Vor 100 Jahren erlebte München den ersten Luftangriff seiner Geschichte. Eine der Bomben explodierte im Garten der Benediktinerabtei St. Bonifaz. Hieran erinnern überdimensionale Projektionen von Melchior Grossek, einem katholischen Priester, der eine Totentanz-Folge zum Krieg geschaffen hat.
Programm:
20 Uhr: Bildpredigt, Friedensgebet, Orgelmusik; 22 Uhr und 24 Uhr: Texte zum Ersten Weltkrieg in München.
Durchgehend: Projektionen, Ausstellung, Wein aus der Pfalz, Andechser Bier und Brot. In Zusammenarbeit mit den Münchner „Histonauten“.

St. Paul (St.-Pauls-Platz 11)
In Stefan Hunsteins derzeit im Kirchenraum aufgebauter Videoinstallation „Zukunft“ (wir berichteten) werden sieben Gesichter von Jugendlichen aus verschiedenen Kontinenten dieser Erde gezeigt, auf die ein helles Licht von unten scheint. Woher kommt dieses Licht, das sie so fesselt? Was verspricht das Licht?
Programm:
19.30 – 20.30 Uhr: Performance „Erleuchtung“ von Stefan Hunstein. Diese wird einmalig zur Langen Nacht gezeigt: 50 Jugendliche zwischen 11 und 13 Jahren schauen auf ein helles Licht;
Durchgehend: Videoinstallation „Zukunft“ von Stefan Hunstein, Installation Michael Buthe (Papierarbeit), außen im Hauptportal: Videoinstallation „Maria breit den Mantel aus“ (East End) von Judith Albert; Ende: 1 Uhr.
In Zusammenarbeit mit der Kunstpastoral des Ordinariats.

Salvatorkirche (Salvatorplatz)
Die 1495 erbaute Salvatorkirche ist eine der ältesten Münchner Kirchen. 1828 wurde sie den hier lebenden Griechen für ihre Gottesdienste überlassen. Mit der Umgestaltung des Raums für den griechisch-orthodoxen Ritus wurde Leo von Klenze betraut.
Programm:
Ausstellung „Fotografien vom Leben der Mönche auf dem Berg Athos“;
20 Uhr: Vesper; 21 Uhr: Führung; 22.30 Uhr: Ritus der „Artoklasia“ (Brotbrechen); Ende: 1 Uhr (flo)


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