Domdekan Prälat Lorenz Wolf zur Landtagswahl Überraschung über klaren Wahlausgang

15.09.2013

Domdekan Prälat Lorenz Wolf zeigt sich überrascht über den klaren Wahlausgang. Er freut sich über die Fairness der Parteien, sowohl im Wahlkampf als auch nach dem Wahlentscheid, gratuliert Ministerpräsident Horst Seehofer und wünscht ihm Gottes Segen!

Bild: Fotolia

München - Domdekan Prälat Lorenz Wolf, Leiter des Katholischen Büro Bayerns, gratuliert Horst Seehofer zu dem großen Erfolg bei der Landtagswahl und wünscht ihm Gottes Segen. Mit Spannung habe er den Ausgang der Wahl mitverfolgt, sagte er den Münchner Kirchennachrichten und sei durchaus überrascht über das eindeutige Ergebnis gewesen. Er lobte den fairen Wahlkampf, der keine Stimmungsmache gewesen sei, sondern von allen Parteien sachlich geführt worden sei. Auch nach dem, für ihn doch überraschend klaren, Ausgang der Wahl freut er sich über die Fairness der Parteien. Die FDP dürfe selbstverständlich Enttäuschung über die große Niederlage zeigen, es sei aber schön zu sehen, dass die Akzeptanz über die Entscheidung der Wähler auch bei FDP-Politikern groß sei. Es gefalle ihm, so Prälat Wolf, dass die Opposition sich nicht als Kontrapunkt sähe, sondern Politik mitgestalten wolle und auch der Ministerpräsident bereits angekündigt habe diese miteinzubeziehen.

Direkte Folgen für die Kirche in Bayern werde die absolute Mehrheit der CSU nicht haben. Christen gäbe es in jeder Partei und er habe sie durchaus auch in den Reihen der FDP gefunden. Als Leiter des Katholischen Büro Bayerns fände er in allen Parteien Unterstützung und sei froh darüber. „Nicht jeder Bürger des Landes ist Christ, aber jeder Christ ist Bürger“, betont Prälat Wolf. Deshalb habe die Politik darauf Rücksicht zu nehmen, dass die Mehrzahl der Menschen religiös gebunden sei und darauf zu achten, dass sich die religiöse Freiheit und die christliche Lebensart sich entfalten und entwickeln könne.

Mit der Wahl hätten sich nicht die Themen geändert, so der Prälat weiter. Diskussionen über die Entzerrung zwischen Kirche und Staat, Schulfinanzierung oder Kirchensteuer seien weiterhin Diskussionspunkte zwischen Kirche und Politik. „Es gibt kaum ein Thema, wozu Kirche nichts zu sagen hat und so werden die Themen auch für das Katholische Büro Bayern nicht ausgehen“, so Prälat Lorenz Wolf. (sts)


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