Tourismusseelsorge Urlauberansturm in Bayern fordert Kirchengemeinden

25.06.2014

Gerade im Sommer liegt Bayern bei Touristen hoch im Kurs. Berglandschaften, Sport- und Freizeitmöglichkeiten haben den Freistaat zum beliebtesten Urlaubsziel in Deutschland gemacht. Viele Kirchengemeinden stehen nun vor der Herausforderung, sich auf die vielen Gäste einzustellen.

Der Barmsee bei Krün zieht viele Urlauber an. (Bild: imago)

Krün - Jahr für Jahr strömen 23 Millionen Menschen nach Bayern und verbringen mindestens eine Nacht unter weiß-blauem Himmel. Hinzu kommen unzählige Tagesgäste. Vom Werdenfelser Land über den Chiemsee bis nach Berchtesgaden boomt der Tourismus: Berge und Seen sind beliebt – nicht ohne Folgen für die Kirchengemeinden im Süden des Erzbistums.

Der kleine Erholungsort Krün im Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit 2000 Einwohnern ist einer der Extremfälle. „Da treffen auf jeden Einwohner 255 Übernachtungen“, sagt Diakon Matthias Friedl. Er ist Koordinator in der Seelssorgsregion Süd und weiß, dass das Gemeinwesen davon nicht unberührt bleibt. Für Priester und ehrenamtlich Engagierte, aber auch einfache Kirchgänger sei es eine große Herausforderung sich als „gastfreundliche christliche Gemeinde“ zu präsentieren und „den Touristen nicht nur als Ware oder als denjenigen der ein Wirtschaftsfaktor ist“ zu sehen.

Gottesdienste offen gestalten

Längst müsse daher die Tourismusseelsorge in den Pastoralteams vor Ort verankert und die Chance ergriffen werden, Gottesdienste und Bergmessen offen zu gestalten. Schließlich seien Menschen im Urlaub besonders offen für neue Eindrücke – also auch für die Begegnung mit Gott, fasst Friedl das Ergebnis eines Seelsorgerstreffens mit Weihbischof Wolfgang Bischof unter dem Thema “…da müsste man eigentlich was tun! – Perspektiven für die Tourismusseelsorge in der Seelsorgsregion Süd“ zusammen. (acs)


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