Schick gegen militärisches Eingreifen Verhandlungen statt Kampfeinsatz

27.08.2013

"Keine Waffen von keiner Seite und für keine Partei", das bekräftigt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Aus kirchlicher Sicht sind die ethischen Bedingungen für einen Kampfeinsatz in Syrien nicht erfüllt.

Erzbischof Ludwig Schick (Bild: Erzbistum Bamberg)

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat sich gegen ein militärisches Eingreifen im Syrienkonflikt ausgesprochen. Es seien nicht alle Bedingungen erfüllt, die der Katechismus für ein solches Vorgehen fordere, sagte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). So müsse der Schaden sicher festgestellt sein und der Eingriff ernsthaft Aussicht auf Erfolg haben. Außerdem dürfe der Waffeneinsatz nicht mehr Schaden anrichten, als er beseitigen wolle.

Schick zufolge sind die zweite und dritte Bedingung nicht erfüllt. Außerdem habe der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, kürzlich vor einem militärischen Eingreifen der internationalen Gemeinschaft gewarnt. Audo ist in Syrien geboren und seit über 20 Jahren Bischof von Aleppo. "Wir hören auf die betroffenen Kirchen vor Ort." Weiter bekräftigte der Bamberger Erzbischof seine Forderungen vom April diesen Jahres: "Keine Waffen von keiner Seite und für keine Partei in Syrien, mehr Druck auf Assad und die Rebellen, um Verhandlungen zu erzwingen." (kna)


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