Freisinger Domberg Viel Zustimmung für Siegerentwurf

06.04.2017

Der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs für das Kardinal-Döpfner-Haus auf dem Freisinger Domberg stößt auf breite Zustimmung. Lesen Sie hier, was die Teilnehmer positiv bewertet haben.

Das Erzbistum München und Freising hat den Architekturwettbewerb damals ausgeschrieben.
Das Erzbistum München und Freising hat den Architekturwettbewerb damals ausgeschrieben. © Glawogger_Feucht

Freising – Der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs für das Kardinal-Döpfner-Haus auf dem Freisinger Domberg stößt auf breite Zustimmung. Von rund 670 Teilnehmern einer Umfrage des Erzbistums München und Freising bewerteten 500 den Entwurf des Berliner Architekturbüros gmp International positiv, wie die Pressestelle der Erzdiözese am Mittwoch in München mitteilte. Am 7. April werde nun im Arkadencafe des Kardinal-Döpfner-Hauses ein Infopoint zur Weiterentwicklung und Neugestaltung des Dombergs eröffnet.

Die interaktive Ausstellung biete Informationen zu den Ergebnissen der Umfrage sowie zur Geschichte und Bedeutung des Dombergs, heißt es. Auch werde ein Überblick über den Umbau des Diözesanmuseums offeriert sowie die weiteren Schritte erläutert. Ein Modell des Dombergs ist im Foyer des Hauses ebenfalls zu sehen.

Klassische und moderne Architektur

Die Architekten von gmp International sehen einen Neubau mit zwei parallel angeordneten und durch eine Treppenhalle verbundenen Zimmerflügeln vor. Der Entwurf passe gut ins Ensemble des Dombergs und wirke einladend, hätten Umfrage-Teilnehmer kommentiert. Die Verbindung von klassischer und moderner Architektur sei gut gelungen. Zwar bewerteten 145 Teilnehmer den Entwurf negativ, kritisierten etwa die Spitzfenster oder meinten, die hohen Giebelfassaden wirkten abweisend. Überwiegend seien jedoch die mehrere Stockwerke hohe Glasfront zur Westseite des Dombergs und die Spitzfenster positiv aufgenommen worden.

Das Kardinal-Döpfner-Haus, das seit 1968 als Bildungshaus genutzt wird, besteht aus einem denkmalgeschützten historischen Gebäudeteil, der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz, sowie einem Anbau aus den 1960er Jahren. Der historische Gebäudeteil war seit dem frühen Mittelalter Wohnstätte und Sitz der Verwaltung der Freisinger Fürstbischöfe. Mit dem Mariendom prägt er bis heute den Domberg und das Stadtbild Freisings. (KNA)

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