„Espritkurs“ abgeschlossen Vier neue geistliche Begleiter

12.09.2018

Jugendlichen in religiösen Fragen zur Seite stehen, das wollen die Absolventen des diesjährigen „Espritkurses“.

Diözesanjugendpfarrer Richard Greul (links) und Jugendseelsorgerin Michaela Geh (rechts) mit den Absolventen des jüngsten Espritkurses – Johannes Kamhuber, Veronika Burgmayer, Marcella Groeger und Renate Falge (von links)
Diözesanjugendpfarrer Richard Greul (links) und Jugendseelsorgerin Michaela Geh (rechts) mit den Absolventen des jüngsten Espritkurses – Johannes Kamhuber, Veronika Burgmayer, Marcella Groeger und Renate Falge (von links) © BDKJ München und Freising

München – Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Bayern hatte bereits 1996 festgestellt, „dass mit immer weniger Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die in immer größeren Pfarrverbänden arbeiten, die geistliche Begleitung der Ortsgruppen immer mehr abnimmt oder faktisch ausfällt“. Deshalb beschloss die KLJB im Erzbistum 2008 – also vor zehn Jahren – ein Ausbildungskonzept für ehrenamtliche geistliche Begleiter Jugendlicher. Auch in diesem Jahr haben drei Frauen und ein Mann die vier Module dieses – nach dem französischen Wort für „Geist“ – benannten „Espritkurses“ absolviert. Geleitet haben ihn Jugendseelsorgerin Michaela Geh und Diözesanjugendpfarrer Richard Greul.

Die Absolventen sind Johannes Kamhuber von der KLJB Heldenstein, Veronika Burgmayer und Marcella Groeger von der Katholischen jungen Gemeinde Holzkirchen sowie Renate Falge aus der Pfarrei St. Vinzenz in Erding-Klettham. Sie beschäftigten sich an den beiden Kurswochenenden unter anderem mit der Rolle und Aufgabe geistlicher Begleitung, den Lebenssituationen Jugendlicher, der Liturgie und Jugendliturgie, der Kirchenraumpädagogik und dem Arbeiten mit Gruppen. Ein Workshoptag Erlebnispädagogik und eine Wallfahrt gehörten ebenso zu dem vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) München und Freising verantworteten und von der KLJB München und Freising sowie dem Erzbischöflichen Jugendamt München und Freising gemeinsam durchgeführten Kurs.

Mit Freude und Engagement eine Gruppe begleiten

Dessen Ziel sei es nicht, Hauptamtliche zu ersetzen, sondern Jugendliche und Erwachsene zu finden, die mit Freude und Engagement „ihre“ Gruppe begleiteten und ihr in religiösen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stünden, ist auf der Homepage der KLJB München und Freising nachzulesen. Voraussetzung ist deshalb, dass die Kurs-Teilnehmer die Jugendarbeit kennen oder sich für sie interessieren, getauft, gefirmt und mindestens 21 Jahre alt sind sowie das Einverständnis des Ortspfarrers zur Übernahme der geistlichen Begleitung erhalten haben. Wer diese Aufgabe in einem Verband ausübt, wird zudem durch eine Wahl demokratisch legitimiert. Schließlich soll diese Ausbildung gerade jungen engagierten Erwachsenen ermöglichen, ihren Platz in Verband und Pfarrei zu finden, wie es im Konzept heißt. (pm/kh)

Nähere Informationen zum „Espritkurse“ bei Michaela Geh, Telefon 089/61199037, E-Mail: mgeh@jugendstelle-ottobrunn.de, oder bei Landjugendpfarrer Alois Emslander, Telefon 089/480922234, E-Mail: a.emslander@kljb-muenchen.de

Renate Falge aus der Pfarrei St. Vinzenz in Erding-Klettham hat den diesjährigen Espritkurs absolviert.
Renate Falge aus der Pfarrei St. Vinzenz in Erding-Klettham hat den diesjährigen Espritkurs absolviert. © privat

Interview mit Renate Falge aus der Pfarrei St. Vinzenz in Erding-Klettham. Sie hat den diesjährigen Espritkurs absolviert.

Warum haben Sie sich zur ehrenamtlichen geistlichen Begleiterin ausbilden lassen?
Falge: In meiner Jugend durfte ich eine tolle Zeit in der Katholischen Landjugendbewegung erleben, in der wir auch viele spirituelle Momente hatten. Seit einigen Jahren kümmere ich mich ehrenamtlich um die Jugend in unserer Pfarrei. Dazu zählen zum Beispiel die Ministranten, die ich dieses Jahr auf der Ministrantenwallfahrt nach Rom begleiten durfte, unser Jugendchor, den ich auf einem Probenwochenende begleite, und alle interressierten Kinder und Jugendlichen, die sich einmal im Monat mit uns zur Gruppenstunde treffen. Da ich nicht nur Spiel- und Spaßstunden machen will, ist es mir wichtig, in geistlichen Fragen eine Grundlage zu haben, die mir Sicherheit gibt. Denn ich habe vor, mehr Geistliches in unsere Jugendarbeit einzubauen.

Wie hat Ihnen der Espritkurs gefallen?
Falge: Sehr gut. Unsere Kursleitung hat uns sehr viel mitgegeben, womit wir arbeiten können – viele Tipps, Ratschläge und auch Kontakte. Danke nochmal dafür! Auch die anderen Kursteilnehmer waren alle ganz toll.

Welche Kurs-Einheiten haben Sie als besonders hilfreich empfunden?
Falge: Es ist schwierig für mich, einen Baustein besonders hervorzuheben. Alle hatten eine starke Intensität und jeder Einzelne war wichtig. Besonders viel Spaß machte allerdings die Ein-heit „Erlebnispädagogik“, da lernten wir nochmal viele andere engagierte junge Menschen kennen.

Würden Sie den Espritkurs weiterempfehlen?
Falge: Ich kann den Espritkurs jedem empfehlen, der mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenarbeitet. Er ist eine gute Basis im Umgang mit unserem Glauben, in Bezug auf die Jugend in unserer Kirche. (Interview: kh)


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