muk heißt jetzt Fachstelle für Medien und Digitalität Vom 16 mm Film zu den modernen Medien

01.10.2019

Religionslehrern ist sie ein Begriff: die muk, die Fachstelle "Medien und Kommunikation". Seit dem 1. Oktober hat sie einen neuen Namen, der ihren Aufgaben gerecht wird.

Medien in der Schule - nur eines der Fachgebiete der Stelle für Medien und Digitalität © Robert Kneschke - adobe.stock

München – Es begann mit „16-mm Filmen“ für den Religionsunterricht – als die AV Medienzentrale im Jahre 1971 gegründet wurde. Lehrer, pastorale Mitarbeiter und Pädagogen hatten die Chance ihren Unterricht mit Filmen bunter zu machen. Heute ist die Stelle besser als „muk“ bekannt. „muk“ steht für „Medien und Kommunikation“. Jetzt gibt es wieder Namensänderung: Seit dem 1. Oktober heißt sie „Medien und Digitalität“ und ist im Ressort Bildung im Ordinariat angesiedelt. Das soll nicht einfach nur moderner klingen, sondern hat auch einen Sinn. „Das bringt etwas zum Ausdruck, dass das eine Stelle ist, die wirklich vernetzend in alle Bildungsbereiche hineinwirkt und auch in der pastoralen Jugendarbeit seit Langem partnerschaftlich unterstützt“, erklärt Ordinariatsdirektorin und Ressortleiterin Dr. Sandra Krump.

Denn weit über das Ausleihen (bzw. dem Herunterladen heute) von Medien hinaus bietet die Stelle Fortbildungen zum Thema Mediennutzung an. Dabei ginge es eben auch um die Reflexion, wie Krump erklärt. „Warum mache ich etwas?“ und „Wozu tue ich das?“ oder auch „Warum mache ich etwas nicht?“ seien entscheidende Fragen, meint Krump. Außerdem müsse man überlegen, was diese Veränderung für Erziehungsziele, für das Menschenbild und Erziehungskonzepte bedeute.

Eine gute digitale Ausstattung an den Erzbischöflichen Schulen, beispielsweise, sei sehr wichtig – so habe man in den vergangenen Jahren alle mit Dokumentenkameras ausgestattet. Allerdings, meint Krump, hätten digitale Medien nicht nur auf Kinder und Jugendliche, sondern auch auf Lehrkräfte eine faszinierende Wirkung. Denn die Lehrer wittern neue Chancen: „Natürlich gibt es da völlig andere Möglichkeiten als früher mit Overhead-Folien und kopierten Arbeitsblättern.“

Das Medium Film bleibt

Dabei dürfe man aber nicht das Bildungsziel aus den Augen verlieren. Es sei wichtig, zu überlegen, was man erreichen möchte, ganz grundsätzlich mit dem Religionsunterricht und der Erziehung, aber auch für jede einzelne Stunde. Das erfordere auch viel Arbeit und Disziplin. Man müsse sich jedes Mal aufs Neue klarmachen, was gerade sein Unterrichtsziel sei, an welchem Inhalt dieses dargestellt werden soll und dann welche Methode kann man anwenden kann. „Wenn man dann zu dem Ergebnis kommt, dass hier ein digitales Medium einen Mehrwert bringt, dann ist der Einsatz richtig“, stellt Krump fest.

Die Fachstelle Medien und Digitalität hat Kooperationspartner im Ressort Bildung, also die fachlich zuständigen für Pädagogik, für Fortbildungsangebote, für pädagogische Konzepte in allen kirchlichen Bildungsbereichen, aber auch diejenigen, die zum Beispiel vor Ort Fortbildungen organisieren. Zwar sind die 16mm Filme Geschichte und auch Super-Acht-Formate haben ausgedient, aber das Medium Film ist deshalb nicht verschwunden, wie Krump erklärt: „Wir bereiten nach wie vor auch Filme für den Einsatz in der Bildungsarbeit vor, empfehlen Filme, bieten also den Breitenservice: Unterstützung, Information, Beratung und Fortbildungs- und Medienangebote.“

Die Autorin
Stefanie Schmid
Radio-Redaktion
s.schmid@st-michaelsbund.de


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