Erfolgsroman "Unter der Drachenwand" Vom Krieg zur Seite geschleudert

02.04.2018

"Ich weiß, es sind schon ereignisreichere Geschichten von der Liebe erzählt worden, und doch bestehe ich darauf, dass meine eine der schönsten ist", sagt der Ich-Erzähler in Arno Geigers Roman "Unter der Drachenwand". Darin geht es auch um einen Weg aus den Verstrickungen des Krieges und der Diktatur, die bis in die Sprache hineinreicht.

Wissen Sie, wo Schwarzindien liegt? Es liegt nicht am Pazifik, sondern am Mondsee in Österreich, gleich unter der Drachenwand. Diese Namen haben den Geiger inspiriert für seinen Roman. Er handelt von dem jungen Soldaten Veit Kolbe. Der wird an der Ostfront verwundet und kommt 1944 zur Erholung an den Mondsee.
Er ist scheinbar ganz unschuldig in den Krieg geraten. Aber hat er sich dann im Krieg auch mitschuldig gemacht? Veit Kolbe sucht Möglichkeiten, nach dem Schrecken des Krieges in die Zukunft zu gehen. Ein junger Mann „vom Krieg zu Seite geschleudert“, wie Arno Geiger es ausdrückt. Im Erholungsurlaub wird auch sichtbar, wie ihn der Krieg deformiert hat. Wie kann er wieder zu seiner persönlichen Entwicklung zurückfinden?

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Arno Geiger zu "Unter der Drachenwand"

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