Klangräume im Mai Von den Bernad-Dirndln bis zu Bach und Briggs

27.04.2018

Im Mai zeigt die Musik in der Münchner Jesuitenkirche Sankt Michael wieder einmal ihre ganze Bandbreite: Von der alpenländischen Volksmusik bis zeitgenössischen Komponisten.

Himmelwärts strebt in Sankt Michael die Architektur und die Musik. © SMB/Schmid

Den 1. Mai begrüßt Sankt Michael mit einem besonderen Konzert: Drei Organisten aus dem Raum München spielen dann an der großen Orgel mit ihren 75 Registern. Auf dem Programm steht unter anderem die große C-Dur-Toccata von Johann Sebastian Bach. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr, Gastgeber ist der Organist an Sankt Michael, Peter Kofler. Er ist auch Gesprächspartner in unserer Klangräume-Sendung und erklärt dort, warum die Orgel im Mai anders klingt als im Winter und wie intensiv sich ein Musiker auf ein Orgelkonzert vorbereiten muss.

Ein großes Anliegen ist Peter Kofler auch die Alpenländische Volksmusik und darum hat er im Mai die drei Bernad-Dirndl eingeladen, einen Gottesdienst musikalisch zu gestalten. Ohne Volksmusik keine sogenannte Kunstmusik, davon ist Peter Kofler überzeugt. Um daran zu erinnern und die Volksmusik zu pflegen, kommt der junge Dreigesang aus Dietramszell nach Sankt Michael.

Das große Kontrastprogramm zur intimen und klein besetzten Volksmusik bieten die Musiker an der Münchner Jesuitenkirche dann zu Pfingsten: Traditionell ist dann eines der populärsten Werke der Kirchenmusik zu hören, die Cäcilienmesse von Charles Gounod. Ebenso ist es eine kleine Tradition am Pfingstmontag eine zeitgenössische Komposition aufzuführen: In diesem Jahr ist das David Briggs Mass a Saint-Sulpice von 2010, die in eine fesselnde sphärische Klangwelt führt. In den Klangräumen erzählt Peter Kofler, warum er in der Cäcilienmesse viel zählen und für das Werk von David Briggs ganz neue Töne lernen muss.

Audio

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Klangräume im Mai

Der Autor
Alois Bierl
Chefreporter Sankt Michaelsbund
a.bierl@st-michaelsbund.de


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