Heute ist Welttierschutztag Von der Ameise bis zum Dromedar - Tiere in der Bibel

04.10.2013

Der 4. Oktober, der Tag des Heiligen Franziskus von Assisi, wird international von Tierschützern als "Welttierschutztag" begangen. Franz von Assisi - Begründer des Ordens der Franziskaner und Schutzpatron der Tiere - sah das Tier als lebendiges Geschöpf Gottes und als Bruder des Menschen an.

Tiere in der Bibel (Bild: nem4a - Fotolia.com)

Außerdem hatte Franz von Assisi den Einheitsgedanken der Schöpfung im Sinne der Gleichheit aller vor Gott und untereinander vorlebte und unermüdlich predigte. Dabei unterschied er weder nach Größe des Tieres, Entwicklung oder Lebensweise. Am 4. Oktober 1228, zwei Jahre nach seinem Tode am 3. Oktober 1226, wurde er heilig gesprochen.

Heinrich Zimmermann, Schriftsteller und Tierfreund, plädierte 1924 vor Berliner Tierschützern für die Einführung des Welttierschutztages. Die erste Veranstaltung fand bereits im Jahr darauf im Berliner Sportpalast statt. Am 8. Mai 1931 wurde Zimmermanns Antrag auf dem Internationalen Tierschutzkongress in Florenz angenommen. Seither wird der Welttierschutztag international begangen und trägt erheblich zur Verbreitung des Tierschutzgedankens bei.

Tiere spielen auch in der Bibel eine bedeutende Rolle. Als erstes fällt dazu vielen Kindern die Geschichte von Noah ein, die wahrscheinlich artenreichste Geschichte der Heiligen Schrift. Bereits in der Schöpfungsgeschichte taucht das vermutlich bekannteste Tier auf: die Schlange. Insgesamt werden in der Bibel sogar sechs Schlangenarten erwähnt, darunter Natter, Otter und Viper. Etwa 130 Tierarten werden in der Bibel erwähnt, darunter auch Nilpferde oder Affen. Die Einteilung der Tiere erfolgt wie in Gen1,26ff und Ps 8,7 ff in Wassertiere, Vögel, Landtiere und Kriechtiere.

Die größte Aufzählung von Tierarten kommt in der Bibel in den Büchern Levitikus und Deuteronomium vor. Dort werden im Zusammenhang mit den jüdischen Speisegesetzen die reinen und unreinen Tiere aufgezählt. Auch Haustiere werden aufgrund der bäuerlichen Kultur oft erwähnt. Vor allem sind das Schafe und Ziegen, aber auch Kamele, Rinder, Maultiere oder Esel. Opfertiere werden immer wieder erwähnt. Jagdtiere spielten in dieser Gesellschaft keine große Rolle, werden aber ab und zu erwähnt, gerade in Zusammenhang mit Speiseverbot. Auch kleine Tiere wie Ameisen, Würmer, Motten oder Spinnen werden an unterschiedlichen Stellen erwähnt. Viele Tiere werden symbolisch verwandt. Dabei stehen sie oft als Gleichnis stellvertretend für die Menschen.

Besonders wird in der Bibel das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen und Tieren betont. Dabei werden Tiere weder verharmlost noch verniedlicht, weder vermenschlicht noch zu einer Sache abgewertet. Zwar ist laut Genesis die Herrschaft über die Tiere dem Mensch übertragen, das heißt aber auch die Schöpfung zu bewahren. Mit den Tieren in der Bibel vor allem aber auch ihrem Verhältnis zum Menschen befassen sich viele Gottesdienste am Tierschutztag. Wer die Tiere der Bibel einmal live erleben will, hat bei Führungen in unterschiedlichen Zoos in ganz Deutschland die Möglichkeit dazu. Der Dortmunder Zoo bietet diese Führung traditionell am Heilig Abend um 11.30 Uhr an. Ähnliche Führungen gibt es bei Nachfrage auch in Osnabrück, Wuppetal oder Berlin. (sts)

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