Christkindlmarkt in der kirchlichen Schatzkammer Von Engeln und Sternen

14.12.2018

Es ist ein außergewöhnlicher Ort für einen Christkindlmarkt: Die Schatzkammer einer Kirche. In Hohenpeißenberg im malerischen Pfaffenwinkel findet an diesem Wochenende ein solcher statt.

Bunte Hohenpeißenberger Herzerl gibt es neben vielen anderen wunderschönen Klosterarbeiten.
Bunte Hohenpeißenberger Herzl gibt es neben vielen anderen wunderschönen Klosterarbeiten. © Hornberger

Hohenpeißenberg – Es ist ein ganz besonderer Ort, die Schatzkammer der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt auf dem Hohenpeißenberg. Hinter dem Altar, an der Sakristei vorbei, geht es eine steile Holztreppe hinauf. Normalerweise kommt man hier nicht rauf. An zwei Wochenenden im Dezember schon. Dann wird die Schatzkammer mit der aufwendigen, alten Holzdecke zu einer wunderbaren Kulisse für den Christkindlmarkt, den der Förderverein „Freunde der Wallfahrtskirche“ mit seinem Vorsitzenden Rupert Weingartner heuer zum zweiten Mal organisiert hat.

Völlig überwältigt“ sei er gewesen, als er die Schatzkammer betreten habe. Pfarrer Robert Kröpfl blickt bei der offiziellen Eröffnung am vergangenen Sonntag auf Tische mit großen und kleinen Engeln, glitzernden Sternen und Holzanhängern für den Christbaum. Er segnet alle Stücke, die die Besucher bestaunen und kaufen können. Auch Bürgermeister Thomas Dorsch (parteilos) lässt sich von den funkelnden Stücken verzaubern. „Es sind wunderschöne Klosterarbeiten, die wir hier anbieten“, freut er sich.

Darunter finden sich Strohsterne und hochwertige Arbeiten wie mit Perlen und Stickereien verzierte Fatschenkinder oder Verehrungsbilder. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei: von funkelnden Sternen für zwei Euro oder Schutzengeln für 7,50 Euro bis hochpreisig. „Wir haben ein altes Neapolitanerkindl aus dem 18. Jahrhundert für 3.400 Euro“, sagt Ausstellungsleiter Franz Hartinger, der einige Stücke aus seinem Kirchenladen in Tuntenhausen mitgebracht hat. Außergewöhnlich, da mittlerweile selten geworden, sind zwei Altarvasen aus dem 18. Jahrhundert mit Blüten aus Gold- und Silberdrähten, garniert mit Perlen, die in einer vergoldeten Vase stecken.

Geöffnet ist der Christkindlmarkt in Mariä Himmelfahrt am Samstag, 15. Dezember, von 10 bis 17 Uhr sowie am Sonntag, 16. Dezember, von 11.30 bis 17 Uhr.

Die Autorin
Susanne Hornberger
Münchner Kirchenzeitung
s.hornberger@st-michaelsbund.de


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