Internationales Treffen in Rom Vorbereitungen für Ministrantenwallfahrt laufen

23.07.2018

Der Countdown läuft. In ein paar Tagen geht es für 5.500 Ministrantinnen und Ministranten aus dem Erzbistum München und Freising nach Rom. Dort treffen sie Ministranten aus der ganzen Welt.

Diözesanjugendpfarrer Richatrd Greul mit einigen der 173 PIlgerpaketen.
Diözesanjugendpfarrer Richatrd Greul mit einigen der 173 PIlgerpaketen. © EJA

München – 73 Busse, 49 Hotels, 1.000 Gruppenleiter und 5.500 Minstrantinnen und Ministranten aus der Erzdiözese München und Freising – am Samstag, 28. Juli, geht’s los zur Internationalen Ministrantenwallfahrt 2018 nach Rom. „Damit stellen wir für die Erzdiözese München und Freising einen neuen Rekord auf. So viele Teilnehmende hatten wir noch nie“, erklärt Diözesanjugendpfarrer Richard Greul. Insgesamt werden zur Papstaudienz am Dienstag 31. Juli, rund 60.000 Ministranten erwartet. „Das wird ein eindrucksvolles Glaubenserlebnis für uns alle“, freut sich Greul. Unmengen an Material wurden verpackt und an die Gruppen in den Pfarreien verschickt, damit alle für die Reise gut gerüstet sind.

Gottesdiensten, Gebeten und spirituelle Impulsen

Nach den Aussendungsgottesdiensten in ihren Pfarrgemeinden steigen die Kinder und Jugendlichen – ab 13 Jahren darf man mitfahren – in die Busse und ab geht’s in einer nächtlichen Fahrt über die Alpen nach Italien. Am nächsten Tag werden die Ministranten Rom erkunden, bevor sich alle in der Lateranbasilika zum diözesanen Eröffnungsgottesdienst mit Weihbischof Wolfgang Bischof einfinden. „Das Wallfahrtsmotto ,Suche Frieden und jage ihm nach‘ wird uns die ganze Woche bei Gottesdiensten, Gebeten und spirituellen Impulsen begleiten“, erklärt Diözesanjugendpfarrer Greul. „Ich freue mich schon, wenn unsere Inntaler Ministranten als Gebärdenchor vor dem Papst auftreten und zusammen mit den 60.000 Jugendlichen auf dem Petersplatz das Lied zum Motto gebärden.“

Ob die Sehenswürdigkeiten Roms, besondere Angebote, wie ein „Abendgebet über den Dächern von Rom“, „Erlebnis Gelati-Herstellung“ oder „Meet and Greet mit Kardinal Reinhard Marx“ – für die Ministrantinnen und Ministranten gibt es in Rom viel zu erleben. „Ich bin immer wieder sehr gerne in Rom“, erzählt Greul, „insbesondere freue ich mich, Ministrantengruppen zu treffen und dabei viele Bekannte wiederzusehen. Ebenso freue ich mich, bei der Hitze ein kühlendes Gelato zu genießen und gegen die Müdigkeit einen guten Espresso zu trinken. Auch die Fahrten in der Metro werden mit fröhlichen Ministranten wieder ein Erlebnis.“

Audienz bei Papst Franziskus

Am Dienstagnachmittag heißt es dann früh auf dem Petersplatz zu sein, um bei der Audienz möglichst viel von Papst Franziskus zu sehen und mit ihm ein Fest des Glaubens zu feiern – als Audienzkarte gilt hier das Pilgertuch. „Unsere Ministranten bekommen Pilgertücher, Armbänder mit Sammelpins, Hüte, Pilgerausweise, Fahnen und Liedhefte mit dem Pilgerpaket für ihre Gruppe“, erklärt Greul. „Sie werden damit in Rom gut zu erkennen sein. Ich freue mich schon auf unsere Fahnen auf dem Petersplatz und auf die Tauschaktionen für die Sammelpins.“

Abschlussgottesdienst mit Kardinal Marx

Spannend wird sicher auch das „Blind Date“ für die Ministrantinnen und Ministranten aus der Erzdiözese. Am 1. August von 18 bis 18.30 Uhr treffen sich jeweils drei Gruppen aus drei verschiedenen deutschen Diözesen. Sie haben sich vorher noch nie gesehen, treffen sich an einem Platz in Rom, singen und beten gemeinsam und lernen sich kennen. Insgesamt 300 Orte für diese „Blind Dates“ wurden in Rom festgelegt.

Kaum angekommen, ist schon wieder Schluss, wird sich mancher am Donnerstagnachmittag denken, wenn um 18.30 Uhr der Diözesane Abschlussgottesdienst mit Kardinal Reinhard Marx in St. Paul vor den Mauern beginnt. Diözesanjugendpfarrer Greul: „Aber jetzt heißt es erst einmal: ,Rom wir kommen!‘ Auf geht’s!“ (cm)

 

Was ist ein Ministrant?

Ministranten sind Helfer des Priesters. Sie nehmen liturgische Hilfsdienste wahr, etwa bei der Gabenbereitung. Zudem sind sie für eine festliche Gestaltung des Gottesdienstes mit Weihrauch und Kerzen zuständig. In der Regel übernehmen diese Aufgaben Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene. In Deutschland gibt es laut der letzten Zählung 2016/2017 insgesamt 359.611 Messdiener, davon sind 53,3 Prozent weiblich.

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Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Miniwallfahrt 2018

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