Natur und Spiritualität erleben Wanderwege mit Glaubensbezug

14.04.2021

Mit Franziskus, Benedikt und Alto unterwegs - verschiedene Rad- und Wanderwege laden im Erzbistum ein, sich mit dem Glauben auseinander zu setzen.

Station des Franziskuswegs
Die Stationen des Franziskuswegs sind nach dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus gestaltet. © SMB

Franziskusweg 

Der Ainringer Franziskusweg hat seinen Namen gleich zwei Männern mit Namen Franziskus zu verdanken. Inspiration gab die 2015 von Papst Franziskus veröffentlichte Umwelt-Enzyklika "Laudato si". Der Name - zu Deutsch "Sei gepriesen" - ist dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus entnommen. Auf diesen Sonnengesang beziehen sich die acht Stationen des Wegs. Jede Station besteht aus einem Sockel aus Untersberger Marmor oder Schmiedeisen und einem kunstvollen Bronzeguss des Künstlers Franz Prinke. Sie zeigen je eine Strophe des Sonnengesangs auf der einen und passende Weisheiten von verschiedenen Dichtern und Denkern auf der anderen Seite. Der Weg startet am Ainringer Rathaus und geht über drei Kilometer überwiegend flach dahin.  

Benediktweg 

Deutlich mehr Zeit muss man für den Benediktweg einplanen, dessen Namensgeber ebenfalls ein Papst war. Der 250 Kilometer lange Rad-Rundweg macht sich auf die Spuren des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Von der Papstlinde in Altötting geht es an den Geburtsort Joseph Ratzingers nach Marktl. Weiter führt der Weg durch mehrere Wohnorte Ratzingers und Plätze an denen er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Neben schöner Natur und geschichtsträchtigen Orten laden viele Kirchen zu einer spirituellen Pause ein.

St. Alto Weg 

Der irische Wandermönch Alto gab dem Markt Altomünster seinen Namen. Ein gut sechs Kilometer langer Rundwanderweg lädt ein, sich auf die Spuren des Heiligen zu machen. Los geht’s an der ehemaligen Klosterkirche, die Alto um 760 gegründet haben soll. Über Wald- und Forstwege wandert man durch den Altoforst zu einer Figur des Heiligen. Diese steht über einer Quelle, die an das Brunnenwunder erinnert. Der Heilige Alto soll seinen Stab in die Erde gestoßen haben und klares Quellwasser sprudelte hervor. Der Weg ist in 2,5 Stunden gemütlich zu gehen und bietet neben mehreren Rastmöglichkeiten bei richtigem Wetter Ausblick bis in die Alpen.

Die Autorin
Valerie Tiefenbacher
Medienmanagerin/Social-Video-Managerin
v.tiefenbacher@st-michaelsbund.de

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