Seelsorge im Erzbistum München und Freising Weihbischof sendet Pastoralreferentinnen und -referenten aus

21.06.2021

In seiner Predigt mahnte Weihbischof Wolfgang Bischof die sieben neuen Pastoralreferenten dazu an, auf Gott zu vertrauen. Sie sollen im Gespräch mit den Gläubigen auf Augenhöhe bleiben.

Von links nach rechts: Ulrich Jauernig, Christian Zeug, Lena Schreiner, Barbara Huber, Weihbischof Wolfgang Bischof, Franziska Kleißl, Katharina Hilsenbeck und Lukas Sontheim
Von links nach rechts: Ulrich Jauernig, Christian Zeug, Lena Schreiner, Barbara Huber, Weihbischof Wolfgang Bischof, Franziska Kleißl, Katharina Hilsenbeck und Lukas Sontheim © Kiderle

München Beim Verlassen der Herz-Jesu-Kirche gibt es ein kleines Geschenk für die Besucher der Aussendungsfeier: Jeder erhält eine Brotzeit-Tüte mit einer Brezn, einer Flasche Apfelsaft mit dem Aussendungsspruch und einem süßen Lolli. Wenn der traditionelle Stehempfang coronabedingt nicht stattfinden kann, sollen die Besucher wenigstens eine kleine Erinnerung mit nach Hause nehmen. Der Gottesdienst war nur geladenen Gästen zugänglich, wurde jedoch live ins Internet übertragen.

Ausgesandt wurden an diesem sonnigen Vormittag: Katharina Hilsenbeck (25), Barbara Huber (26), Lukas Sontheim (30), Uli Jauernig (35), Christian Zeug (29), Franziska Kleißl (25) und Lena Schreiner (26).

Ihren Gottesdienst haben die neuen Pastoralreferenten unter das Motto „Du stellst meine Füße in weiten Raum“ (Ps 31,9) gestellt. Dem Ritus entsprechend überreichte Generalvikar Christoph Klingan allen sieben eine Urkunde und sagte zu ihnen: „Sie sind gesandt!“

Weite birgt Gefahren

In seiner Predigt weist Weihbischof Bischof darauf hin, dass die Weite auch Gefahren mit sich bringen könne. Zugleich freut er sich darüber, dass die jungen Pastoralreferenten auf Gott bauen, denn dieses Gottvertrauen brauche es, um mit weiten Räumen umzugehen. Der Weihbischof mahnt dazu an, glaubwürdig und mit den Gläubigen auf Augenhöhe in Kontakt zu bleiben. Die Pastoralreferenten sollen ihre Hoffnung zum Ausdruck bringen und weitertragen. Dazu brauche es Vertrauen darauf, dass sie dem Ruf Gottes folgen dürfen. Zwar habe jeder seine eigene Berufung, man sei jedoch gemeinsam unterwegs. Abschließend bedankt sich der Weihbischof bei den Pastoralreferenten und ihren Ausbildern und bittet darum, „die Begeisterung und den Sendungswillen als Teil des Volkes Gottes zu bewahren".

Für die musikalische Gestaltung sorgen ein Chor und Orchester unter der Leitung von Professor Markus Eham. Der renommierte Kirchenmusiker streut mehrere Eigenkompositionen in den Gottesdienst ein und verleiht der Aussendung damit eine besondere Feierlichkeit. „Gigantisch“, ruft eine Gottesdienstbesucherin beim Verlassen der Herz-Jesu-Kirche.

Auftrag, Sendung zu folgen

Die neuen Pastoralreferenten zeigen sich nach dem Gottesdienst bewegt und gelöst: Lukas Sontheim möchte mit seinem Dienst im Pfarrverband Schäftlarn zeigen, dass Gott nicht nur eine Stunde in der Woche beim Gottesdienst anwesend ist, sondern alle Tage des Lebens. Er will für die Menschen da sein und mit ihnen beten, sei es im Einzelgespräch oder auch im Erstkommunionsunterricht. Für ihn war der Aussendungsgottesdienst ein feierlicher Schlusspunkt, aber auch ein Auftrag, der Sendung zu folgen. So sieht es auch Barbara Huber, deren Anliegen es ist, „dass Menschen mit ihren Hoffnungen und Zweifeln Raum in der katholischen Kirche finden“. Sie wird nun im Pfarrverband Partenkirchen-Farchant-Oberau für die Seelsorge eingesetzt.

Für Christian Zeug ist der Gottesdienst „ein wahnsinniger Schritt, an diesem Punkt angekommen zu sein“. Es sei ein bewegendes Gefühl gewesen, von Gott ein Ja ausgesprochen bekommen zu haben. Er möchte den Menschen in der Stadtkirche Mühldorf Jesus Christus nahebringen und ihnen Antwort geben, wenn sie nach seiner Hoffnung fragen. (Maximilian Lemli, Volontär beim Michaelsbund)


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