Investor gefunden Weltbild wird als Ganzes fortgeführt

13.05.2014

Für den insolventen Weltbild-Verlag ist ein neuer Investor gefunden. Wie am Montag bekannt gegeben wurde, haben Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und der Münchner Finanzinvestor Paragon Partners GmbH einen entsprechenden Vorvertrag unterzeichnet.

Weltbild-Filiale in Augsburg (Bild: imago/epd)

Augsburg - Der insolvente Weltbild-Verlag hat einen neuen Investor gefunden, die Münchner Paragon Partners GmbH. Der Generalvikar des Erzbistums München und Freising und Weltbild-Aufsichtsratschef Peter Beer sprach für die Alt-Eigentümer von einer "begrüßenswerten Entwicklung". Mit dem Einstieg von Paragon sei ein Weg gefunden worden, möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Auch Erwin Helmer, Leiter der Betriebsseelsorge im Bistum Augsburg, sagte den Münchner Kirchennachrichten, dass bei den Beschäftigten eine erste Erleichterung zu spüren sei. Der neue Vertrag gebe allen, die noch im Unternehmen verblieben seien, eine Perspektive. Für die Angestellten, die schon in die Transfergesellscaft überführt seien, ändere sich allerdings nichts.

"Kirche hat Wort gehalten"

Auch die Rolle der Kirche im Insolvenzverfahren sieht Helmer positiv. Immer wieder sei vom Betriebsrat und der Gewerkschaft im laufenden Insolvenzverfahren zu hören gewesen, „die Kirche hat Wort gehalten“. Besonders gelobt worden seien der Sozialplan, die Transfergesellschaft und die Abfindungsregelungen. Diese lägen über dem Standard, der sonst üblich sei. Seiner Ansicht nach handle es sich um einen recht guten Plan, um den sozialverträglichen Abbau von Arbeitsplätzen zu schaffen, wobei das natürlich die Arbeit nicht ersetzen würde.

Bei dem Investor Paragon Partners handelt es sich nach Angaben von Weltbild um eine private, inhabergeführte Beteiligungsgesellschaft, die sich bei mittelständischen Unternehmen im deutschsprachigen Raum engagiert. Zu den Investments von Paragon gehören unter anderem mehrere Handelsunternehmen. (lb/kna)


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