Bayerns ältestes Kloster Weltenburg feiert Erhebung zur Abtei vor 100 Jahren

31.08.2013

Bayerns ältestes Kloster, das am Donaudurchbruch gelegene Kloster Weltenburg, feiert seine erneute Erhebung zur Abtei vor 100 Jahren. Die Benediktiner begehen das Ereignis am Sonntag mit einem Festgottesdienst und einem Festakt. Berühmt ist die Abtei auch für ihre von den Gebrüdern Asam geschaffene Barock-Kirche mit einer Skulptur des heiligen Georg am Hochaltar.

Im Juni 2013 hielt das Kloster Weltenburg dem Donau-Hochwasser stand (Bild: H.C. Wagner)

Bayerns ältestes Kloster wurde um 600 von den iro-schottischen Wandermönchen Eustasius und Agilus von Luxeuil aus Burgund gegründet. Der Agilofingerherzog Tassilo erhob die Missionsstation um 760 zur Abtei, die sich rühmt, im Besitz der ältesten Klosterbrauerei der Welt zu sein. 1803 fiel das Kloster der Säkularisation zum Opfer. Bereis 1842 ließ es König Ludwig I. zwar wieder als Priorat errichten und von Benediktinermönchen aus Metten besiedeln. Erst 1913 kehrte aber der Titel "Abtei" zurück, bestätigt von Prinzregent Ludwig und Rom.

Der Gemeinschaft mit ihrem Abt Thomas Freihart gehören heute insgesamt sieben Mönche im Alter von 30 bis 53 Jahren sowie ein 87-Jähriger Mitbruder an. Die Ordensleute sind in erster Linie in der Pfarrseelsorge und in der Betreuung von Gästen tätig. Diesem Zweck dient auch das Gästehaus St. Georg, in dem rund 30 Personen untergebracht werden können. Großer Beliebtheit als Ausflugsziel erfreut sich auch die Klosterschenke.

Aufgrund seiner Lage hat Weltenburg immer wieder mit den Naturgewalten zu kämpfen. Der neue Hochwasserschutz hat jedoch beim diesjährigen Juni-Hochwasser seine erste große Bewährungsprobe bestanden. Er hielt einem Donaupegel 7,15 Meter stand. (kna)


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03.06.2013

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